Agrarpolitik statt Agrarwende

4. September 2015 | 7:36 JT CDUPolitikZukunft

Foto ©: JTG Agrar Service

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Der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich heute auf seiner Klausurtagung in Berlin mit den Themen Ernährung und Landwirtschaft befasst. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp:

„Die Erzeugung von Lebensmitteln erfährt eine immer stärkere öffentliche Aufmerksamkeit. Die Menschen wollen immer genauer wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und was darin enthalten ist. Doch während ein Großteil der Verbraucher für mehr Tierwohl und höhere Standards eintritt und seine Wertschätzung für Nahrungsmittel bekundet, ist das Kaufverhalten von großem Preisbewusstsein geprägt.

Zukunftsfähige Lebensmittelerzeugung in Deutschland

Wir müssen die Erwartungen der Verbraucher und die heutigen Realitäten in der Lebensmittelerzeugung einander wieder näher bringen. Nur so lassen sich die gesellschaftliche Akzeptanz und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Lebensmittelwirtschaft sicherstellen. Die Land- und Ernährungswirtschaft ist grundsätzlich zu Veränderungen bereit. Diese müssen aber bezahlt werden.

Deshalb setzen wir auf ein beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einzurichtendes extern moderiertes Dialogforum zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Tragfähige Veränderungen sind nur möglich, wenn die gesamte Lebensmittelkette vom Landwirt über die Verarbeitung und den Einzelhandel bis hin zum Verbraucher eingebunden wird und sich seiner Verantwortung stellt. Hierzu müssen insbesondere die vier großen Lebensmitteleinzelhändler ihren Beitrag leisten.

Notwendig sind praxisgerechte und wirtschaftlich tragfähige Lösungen, anstatt pauschale Verbote. Deshalb fördern wir intensiv die Forschung nach Alternativen zu gesellschaftlich nicht mehr akzeptierten Methoden, wie etwa dem Töten von männlichen Küken oder der Ferkelkastration.

Deutsche Lebensmittel sind sicher, hochwertig und bezahlbar. Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland haben weltweit höchste Standards in tierischer und pflanzlicher Produktion. Dennoch liegt unsere Chance einzig in deren Weiterentwicklung und damit in einer Qualitätsoffensive. Nur so können wir im internationalen Wettbewerb bestehen.

Deutschland braucht eine moderne und wettbewerbsfähige Lebensmittelerzeugung im eigenen Land. Diese sichern wir mit einer realistischen Agrarpolitik und nicht mit einer ideologisierten Agrarwende.“

Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 03.09.2015


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