Angela Merkel lobt die Arbeit der deutschen Bauern

25. Juli 2013 | 10:23 JT NachrichtenPolitik

Foto: Bundesregierung, Guido Bergmann

Die Kanzlerin im top agrar-Interview zum politischen Handlungsbedarf beim Tierschutz, über Spekulationen mit Nahrungsmitteln und zur Rolle der Landwirtschaft bei der Energiewende

Die moderne Landwirtschaft ist durch die Lebensmittelskandale der vergangenen Monate und die Diskussionen über die Zukunft der intensiven Tierhaltung in die Kritik geraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezieht im Interview mit Agra-Europe und top agrar Stellung, wie sie die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland bewertet und wo sie politischen Handlungsbedarf sieht.

Viele Menschen legten Wert auf Lebensmittel aus ihrer Region, zumindest aus Deutschland. Das zeige, dass die deutsche Landwirtschaft großes Vertrauen genieße. „Dafür darf man auch mal Dankeschön sagen“, so die Kanzlerin. Angesichts der zunehmenden Kritik an der intensiven Tierhaltung begrüßt sie die Eigeninitiative der deutschen Bauern in Sachen Tierschutz. Wichtig sei, dass besserer Tierschutz für die Landwirte auch wirtschaftlich vertretbar sei.

Um spekulative Geschäfte mit Nahrungsmitteln zu verhindern, hält Angela Merkel ein international abgestimmtes Handeln für unabdingbar. „Spekulationen werden dann angeheizt, wenn die Märkte undurchsichtig sind“, betont die Kanzlerin. Deshalb brauche man mehr Markttransparenz, dürfe das Funktionieren der Warenterminbörsen aber nicht beeinträchtigen.

Zum Thema Energiewende kündigte die Kanzelerin eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu Beginn der nächsten Legislaturperiode an. Vor allem in den Regionen mit großen Viehbeständen wolle man dabei die Flächenkonkurrenzen zwischen Futtermittel- und Nahrungsmittelanbau stärker berücksichtigen.

Das vollständige Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im Fachmagazin top agrar, Ausgabe 8/2013, erschienen.

Quelle: Landwirtschaftsverlag, 25.07.2013


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