Anspruchsvolle kleine schwarze Samen

1. September 2015 | 13:23 JT AckerbauInfografikPflanzenproduktionRaps

Foto ©: JTG Agrar Service

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Die Raps- und Getreideernte ist abgeschlossen, die Landwirte haben mit Scheibenegge, Grubber oder Pflug ihre Flächen bearbeitet und für die Aussaat von Winterraps und Wintergetreide vorgearbeitet. Wie in der Ernte macht der Raps auch bei der Aussaat den Anfang. Die kleinen schwarzen Samen sind sehr anspruchsvoll und erwarten ein sorgfältig vorbereitetes Saatbett. Die Rapskörner können in den gepflügten Boden oder im Mulchsaatverfahren gedrillt werden. Der Vorteil bei der Mulchsaat ist die flache Bodenbearbeitung und die bessere Wasserversorgung der Saat. Außerdem werden Arbeitszeit und Energiekosten gespart. Bereits ab der Aussaat überwachen die Landwirte den Befall mit Rapserdflöhen mit Hilfe von Gelbschalen.

Wenn Raps nach Weizen oder Gerste gedrillt wird, achten die Bauern bereits bei der Getreideernte darauf, dass Stroh gut zu zerkleinern und verteilen. Sogenanntes Ausfallgetreide, also Körner, die bei der Ernte auf dem Acker liegen bleiben, werden in den Boden eingearbeitet, damit sie keimen. Anschließend wird der Acker nochmals bearbeitet, damit das Ausfallgetreide nicht zwischen der nächsten Hauptfrucht wächst. Die Aussaatstärke richtet sich nach der Bodenart, der Bodenbearbeitung, dem Wetter bei der Aussaat, der Sorte, dem Aussaatzeitpunkt und der Aussaattechnik. 50 bis 55 Samen pro Quadratmeter werden ausgesät. Zu einem frühen Aussaattermin oder der Wahl von Hybridsorten kann die Aussaatstärke auf bis zu 35 Samen je Quadratmeter gesenkt werden. Je nach Standort und Vorfrucht wählen die Landwirte die passende Sorte für ihr Feld aus. Neben dem Hektarertrag ist der Ölgehalt für die Bezahlung des Ernteguts im kommenden Jahr entscheidend.

Grafik ©: OVID

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Quelle: Landvolk Pressedienst (LPD), 31.08.2015


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