Ausbildung zum Landwirt beendet – und was jetzt?

7. Juli 2015 | 19:45 JT AusbildungBerufsschuleBetrieb HoltmannBetrieb SurmannBetrieb WeimannBlog internZukunft

Nach der praktischen Abschlussprüfung, die ich nach der schriftlichen vor ein paar Wochen, heute auch positiv absolviert habe, darf ich mich nun Landwirt nennen.

Foto ©: JTG Agrar Service

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Drei Ereignis- und Arbeitsreiche Jahre sind nun vorbei, die ich auf den verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben und in der Berufsschule verbracht habe. Das tolle an der Ausbildung zum Landwirt in Nordrhein-Westfalen ist, dass nach jedem Ausbildungsjahr der Betrieb gewechselt wird.

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Erstes Lehrjahr

Im ersten Lehrjahr war ich auf dem landwirtschaftlicher Betrieb Weimann, in Münster-Wolbeck, also direkt in meinem Heimatort, mit den Schwerpunkten Milchvieh, Schweinemast und Ackerbau.

Zu meiner Zeit wurde das Milchvieh noch in Anbindehaltung gehalten und gemolken, dies war schon sehr aufwendig und anstrengend da die Tiere jedes Mal umgetrieben werden mussten. Vor ein paar Wochen war ich mal wieder da, nun kommt dort ein Melkrobotor zum Einsatz.

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Zweites Lehrjahr

Das zweite Lehrjahr habe ich dann auf dem Hof Surmann in Rinkerode absolviert. Hier waren die Schwerpunkte Milchvieh, Bullenmast, Schweinemast und Ackerbau. Da dort alle handwerklichen Tätigkeiten selber ausgeführt wurden, habe ich dort zu den landwirtschaftlichen Themen auch viel Handwerkliches gelernt, unter anderem Schweißen und auch komplette Bullenställe bauen.
Das Lehrjahr ist wie im Fluge vergangen und ich habe viele neue Erfahrungen gemacht und auch viele neue Dinge gelernt.

Zum Abschied gab es noch ein gemeinsames Kaffeetrinken. Ich habe mich mit einem Schild für die Hofeinfahrt “Wir bilden aus!” für die gute und tolle Zusammenarbeit bedankt und versprochen das ich bestimmt mal wieder auf dem Hof vorbeikomme.

Foto ©: JTG Agrar Service

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Drittes Lehrjahr

Im letzten Jahr war ich dann auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Holtmann, in Münster-Albachten. Neben den Schwerpunkten Bullenmast, Schweinemast und Ackerbau habe ich hier viel über die Mutterkuhhaltung bei Wagyurindern und der Direktvermarktung von Wagyufleisch gelernt.

Fazit

Ab dem zweiten Jahr habe ich auch in den Bauernfamilien gelebt, so konnte ich auch Erfahrungen im Zusammenleben mit Bauernfamilien mit je drei Generationen sammeln.

Es waren tolle und erfahrungsreiche Jahre, ich habe es nie bereut diese Ausbildung zum Landwirt zu machen.

Schade ist das ein Auszubildender ab dem ersten Arbeitstag als volle Arbeitskraft gesehen wird und dadurch leider wenig Zeit für Wochenberichte und Anleitungen durch den Ausbilder bleibt.

Auch das Ausbildungsentgeld ist aus meiner Sicht nicht mehr Zeitgemäß.

Während der Ausbildung werden zudem viele Überstunden geleistet aber deren Bezahlung steht in keinem Verhältnis.

So, und wie geht es nun weiter?

Ich werde nun erst einmal ein Gesellenjahr auf einem Hof in Sachsen absolvieren. Dieses eine Gesellenjahr dient als Voraussetzung zum Besuch der Höheren Landbauschule (HöLa) in Münster-Wolbeck, also wieder direkt vor der Haustür, auf der ich dann 2016 eine Ausbildung zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt beginnen möchte.

Zwischen durch werde ich noch im Januar 2016 den 118. Internationalen LVHS-Hauptkurs an der katholischen Landvolkshochschule in Freckenhorst besuchen.

Politisches Engagement

Es ist soweit, habe mich lange mit dem Thema Agrarpolitik beschäftigt, habe mir die Parteiprogramme der einzelnen Parteien (CDU, SPD, Grüne, FDP), besonders die agrarpolitische Ausrichtung angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass die CDU meine Ansichten für eine zukunftsfähige Landwirtschaft am besten vertritt. Natürlich gibt es hier und auch in anderen Bereichen einige Punkte bei denen ich anderer Meinung bin, denke aber das ich hier gut aufgehoben bin.

Also bin ich vor ein paar Wochen in die CDU und auch in die Junge Union eingetreten und möchte mich besonders dort engagieren.
Habe nun schon an verschiedenen Veranstaltungen der Jungen Union und der CDU teilgenommen und wurde dort wirklich gut aufgenommen. Bin gespannt ob so ein junger Kerl wie ich dort auch ernst genommen wird und etwas bewegen kann.

Und der JTG Agra Blog?

Hier wird es auch weiter gehen. Ich werde ab und zu von meinem Gesellenjahr berichten, ausführlicher wird der Bereich Agrarpolitik vorkommen und auch Nachrichten, Pressespiegel oder auch Termin-, Literatur- und TV-Tipps aus der Landwirtschaft wird es weiter geben.

4 Antworten zu “Ausbildung zum Landwirt beendet – und was jetzt?”


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