Das Ohr vergisst nie

23. April 2017 | 16:27 JT ArbeitssicherheitGesundheit

Foto ©: JTG Agrar Service

Lärmschwerhörigkeit und Lärmtaubheit nehmen ständig zu. Und sie sind unheilbar.

Häufiges Arbeiten in Bereichen mit hohen Schallpegeln, aber auch eine einmalige starke Lärmeinwirkung, das sogenannte Knalltrauma, können das Gehör schwer und dauerhaft schädigen. Lärm verursacht außerdem Stress und mindert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Bereits, wenn Maschinen und Geräte angeschafft werden, sollte eine niedrige Schallemission ein Entscheidungskriterium sein. Vorhandene Geräte lassen sich eventuell lärmdämmend verkleiden oder einkapseln. Hilfreich kann auch eine geänderte Arbeitsorganisation sein. Ist dies alles nicht möglich, kommt die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Einsatz: Ab einem Schalldruckpegel von 80 db(A) wird Gehörschutz dringend empfohlen, ab 85 db(A) ist er verpflichtend.

In der Landwirt- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau werden diese Werte oft überschritten. Beispiele hierfür sind:

  • Arbeiten mit Motorsägen, Kreissägen, Freischneidern, Heckenscheren oder Rasenmähern,
  • Arbeiten mit Trennschneidern,
  • Arbeiten mit Hochdruckreinigern im Stall und Heißvernebelungsgeräten,
  • Arbeiten mit Zweitakt-Maschinen (z. B. Spaltenschieber im Kuhstall),
  • Arbeiten in Sauen- und Schweine-Mastställen,
  • Arbeiten mit Baggern, Ladern, Planierraupen, Rüttelplatten oder Kompressoren,
  • Arbeiten mit Erdaufbereitern, Buschholzhackern oder Kranzzerreißmaschinen,
  • Arbeiten mit Traktoren oder Geräteträgern sowie die Jagdausübung mit Schusswaffen.

Ein gesundes Gehör ist die Basis des menschlichen Zusammenlebens. Es ermöglicht,
miteinander zu kommunizieren, die Umgebung akustisch wahrzunehmen und auf einfache
Weise miteinander abgestimmte Arbeitsabläufe zu gestalten. Akustische Signale,
die ein gesundes Gehör wahrnimmt, warnen vor Gefahren.

Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), 23.04.2017


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