Der Strukturwandel geht weiter

12. März 2015 | 13:50 JT BodenNachrichtenStatistik

In Deutschland gab es 2013 nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung (ASE) 285 000 landwirtschaftliche Betriebe. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist bundesweit zwischen 2007 und 2013 um 36 600 auf 285 000 landwirtschaftliche Betriebe zurückgegangen.

Das sind 11,4 % weniger. Pro Jahr entspricht dies einer Abnahmerate von 2 %. Damit hat sich der landwirtschaftliche Strukturwandel etwas verlangsamt. In den Jahrzehnten zuvor lag die durchschnittliche jährliche Abnahmerate der Betriebe bei etwa 3 %, was statistisch etwa alle 20 Jahre eine Halbierung der Zahl der Betriebe entspricht.

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Grafik ©: AMI

Die so genannte Wachstumsschwelle, unterhalb derer die Zahl der Betriebe ab- und oberhalb derer die Zahl der Betriebe zunimmt, steigt kontinuierlich an. So nimmt mittlerweile die Zahl der Betriebe in den Größenklassen unter 100 ha LF ab. Die Zahl der Betriebe mit 100 ha und mehr ist dagegen zwischen 2007 und 2013 bundesweit um 3 400 auf 35 200 Betriebe gestiegen. Allerdings ist die Flächenausstattung allein jedoch noch keine Aussage über die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit, die auch bei geringerer Flächenausstattung etwa durch den Anbau von Sonderkulturen, besondere Vermarktungsformen beziehungsweise durch eine intensive Tierhaltung gegeben sein könnte.

Zahl der flächengrößeren landwirtschaftlichen Betriebe in NRW seit 1991 vervierfacht

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es eine sinkende Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe aber auch immer mehr Betriebe mit größeren Flächen ab 100 ha. Nach den Zahlen vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als statistisches Landesamt ist die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe seit dem Jahr 1991 insgesamt um 43,7 % auf 34 303 zurückgegangen. Dagegen hat sich die Zahl der flächengrößeren Betriebe von 768 im Jahr 1991 auf 3 053 vervierfacht. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich im gleichen Zeitraum lediglich um 4,5 %. Die durchschnittliche Betriebsgröße erhöhte sich seither stetig: Im Jahr 1991 lag sie bei 25,2 ha, 2007 bei 37,6 ha und 2013 bei 42,7 ha. Im Rheinland bewirtschafteten die Bauern nach der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2013 im Durchschnitt 48,5 ha, in Westfalen-Lippe 40,1 ha.

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V., 11.03.2015


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