DMK-Aufsichtsrat stimmt geplanten 4 Werkschließungen zu

27. September 2017 | 13:15 JT Unternehmen

Foto ©: DMK GROUP

Der Aufsichtsrat der DMK Deutsches Milchkontor hat in seiner ordentlichen Sitzung vom 25.09.2017 mehrheitlich den im Rahmen des Standortkonzeptes geplanten Werksschließungen zugestimmt. Das Unternehmen reagiert so auf Kündigungen von Milcherzeugern und die damit verbundene reduzierte Milchmenge.

Das übergeordnete Ziel der DMK GROUP lautet, einen wettbewerbsfähigen Milchpreis an die Milcherzeuger auszuzahlen. Mit der organisatorischen Neuaufstellung im Sommer 2017 hat das Unternehmen bereits die Grundlage geschaffen, Abläufe einfacher zu organisieren, sich marktgerecht aufzustellen und näher am Kunden zu sein. Sechs neu etablierte Business Units verfolgen zukünftig individuelle Schwerpunkte, sodass sich DMK stärker auf ausgewählte Kernmärkte und Kategorien fokussieren und dabei das Tempo anziehen kann. Darauf aufsetzend sind Maßnahmen geplant, die es der DMK GROUP ermöglichen, sich auf der Absatzseite stärker als bisher zu profilieren und die Wertschöpfung zu steigern.

Aber auch interne, organisatorische Veränderungen sind notwendig. In diesem Zusammenhang soll die Produktion in den Werken Rimbeck und Bad Bibra nicht mehr weitergeführt werden. Grund hierfür sind insbesondere die zu Ende 2017 wirksam werdenden Kündigungen von Milchmengen. Außerdem wird am Standort Nordhackstedt in Schleswig-Holstein die Konfektionierung (Käseaufschnitt) eingestellt. Die Schließungen werden frühestens im ersten Quartal 2018, in Nordhackstedt frühestens Mitte 2018 erfolgen. Von den Maßnahmen betroffen ist auch das Werk in Bergen auf Rügen, das spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 geschlossen werden soll. Auslöser hier sind die zu hohen Produktionskosten des „Rügener Badejunge“, einer beliebten ostdeutschen Weichkäse-Sorte. Diesen Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mehrheitlich zugestimmt.

Das Unternehmen ist sich der Tragweite der Entscheidung bewusst und bedauert diese außerordentlich, sieht allerdings keine wirtschaftlichen Alternativen. Den 270 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den genannten Standorten sichert DMK eine umfassende Unterstützung im Rahmen der dafür ausgearbeiteten Grundlagen zu. Die Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertreter bleiben gewahrt. Der gesamte Prozess der internen Veränderungen in der DMK GROUP ist kein leichter. Aber er ist notwendig, um viele tausend weitere Arbeitsplätze auf den Höfen unserer Landwirte und in unseren Werken zu schützen. Der Betrieb in den über 20 verbleibenden Standorten der DMK GROUP in Deutschland und den Niederlanden mit rund 7.000 Mitarbeitern ist von den Maßnahmen nicht betroffen.

Quelle: Deutsches Milchkontor (DMK), 26.09.2017


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