Eine konstante Realität

11. März 2016 | 11:25 JT Betriebsführung

Mehr als die Hälfte (52 %) aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden aktuell im Nebenerwerb geführt, das heißt, diese Bauern und ihre Familien beziehen weniger als 50 % ihres Einkommens vom landwirtschaftlichen Betrieb.

Nebenerwerbslandwirtschaft

Der Nebenerwerb kann sowohl ein Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklungen sein. Für viele bedeute der Nebenerwerb keinesfalls der Einstieg in den Ausstieg aus der Landwirtschaft, sondern eine eigenständige Form der bäuerlichen Landwirtschaft, die zudem wichtige gesellschaftliche Aufgaben erfülle.

Bäuerinnen und Bauern im Nebenerwerb erfüllen wichtige gesellschaftliche Aufgaben

Auf die im Nebenerwerb geführten Familienbetriebe entfallen rund 2,8 Mio. ha landwirtschaftliche Fläche – das sind durchschnittlich 21 ha je Betrieb. Die im Haupterwerb geführten Betriebe bewirtschaften mit durchschnittlich 66 ha eine mehr als dreimal größere landwirtschaftliche Fläche als die Nebenerwerbsbetriebe.

Grafik ©: DBV

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Die Nebenerwerbslandwirtschaft ist eine konstante Realität, in manchen Regionen sogar eine dominante Form der Landbewirtschaftung und keineswegs ein „Übergangsstadium“. Nebenerwerbslandwirtschaft trägt zur Vielfalt der Erwerbsformen im ländlichen Raum bei und hat zudem eine hohe Bedeutung sowohl für den Erhalt der Kulturlandschaft als auch für die Arbeit im ländlichen Raum.

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV), 09.03.2016


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