Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest verhindern!

16. Juli 2013 | 9:29 JT NachrichtenSchweine

Ferienzeit: Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest verhindern!

Jetzt beginnt die Ferienzeit! damit besteht immer die Gefahr, dass Reisende eine Tierseuche, wie die Afrikanische Schweinepest, einschleppen.

Besonders besorgt sind Landwirte und Tierärzte hierzulande auf Grund der weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa. Mittlerweile sind Ausbrüche in Weißrussland kurz vor den Grenzen Polens und Litauens sowie in der Ukraine aufgetreten. Aber auch auf Sardinien ist das Virus, das ausschließlich für Haus- und Wildschweine gefährlich ist, seit längerem nachgewiesen. Die Einschleppung kann über Fahrzeuge, Jagdtrophäen und über mitgebrachte Speisen aus den betroffenen Ländern erfolgen. In Fleisch- und Wurstwaren hält sich das Virus über Wochen und Monate.

Speiseresteverfütterung ist in Deutschland seit einigen Jahren verboten. Aber auch durch das unbedachte Wegwerfen von Proviant auf der Rückreise kann sich der Erreger über die hohe Anzahl von Wildschweinen schnell verbreiten.

Die Afrikanische Schweinepest trat im Gegensatz zur Klassischen Schweinepest noch nie in Deutschland auf. Der Erreger dieser Seuche, die innerhalb von sieben bis zehn Tagen zum Tod von Haus- und Wildschweinen jeden Alters führt, löst zwar ähnliche Symptome aus, ist aber nicht verwandt mit dem Erreger der Klassischen Schweinepest. Ein Schutz der Tiere durch eine Notimpfung wäre auch bei einer Ausnahmegenehmigung der EU-Kommission nicht möglich, da es auf Grund besonderer Eigenschaften des Erregers bisher nicht gelungen ist, einen Impfstoff zu entwickeln.

Eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest oder auch anderer hoch ansteckender Seuchen, wie Maul- und Klauenseuche, die in weiten Teilen der Türkei verbreitet ist, hätte die Tötung betroffener Tierbestände zur Folge. Zudem dürften die empfänglichen Tiere in den Beobachtungsgebieten, die großräumig um die Sperrbezirke errichtet würden, ihre Ställe für Wochen nicht verlassen.

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV), 10.07.2013


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