Gelbe Riesen auf dem Acker

16. August 2013 | 8:54 JT GetreideNachrichten

Riesige runde oder eckige Strohballen liegen zurzeit auf den Stoppelfeldern. Ein großes Exemplar kann bis 300 Kilogramm auf die Waage bringen.

Die je Hektar anfallende Strohmenge entspricht im Durchschnitt der 1,2-fachen Kornmasse. Bei einem Kornertrag von acht Tonnen je Hektar erntet der Landwirt durchschnittlich neun Tonnen Stroh. Der Mähdrescher erledigt die bei der Getreideernte anfallenden Arbeiten in einem Arbeitsgang. Zuerst wird das Getreide gemäht, anschließend werden die Körner aus den Ähren gedroschen und das Korn vom Stroh getrennt. Nach der Reinigung kommen die Körner in den Korntank des Mähdreschers. Ist dieser ausreichend gefüllt, kommen die Körner auf Transportfahrzeuge und werden abtransportiert. Das Stroh wird entweder zur Einarbeitung lose auf dem Acker verteilt oder zu Ballen gepresst.

Während die Bergung von kleineren Strohballen oft Handarbeit erfordert und hierfür mehrere Arbeitskräfte nötig sind, kann der Transport der großen Ballen von einer Arbeitskraft bewältigt werden. Hierzu nimmt der Landwirt die Ballen mit der Frontgabel des Schleppers auf und transportiert sie zur Lagerstätte. Die Ballen werden als Einstreu im Stall verwendet. Dort können die runden Ballen einfach, wie ein Teppich, abgewickelt und anschließend mit der Gabel verteilt werden. Eckige Ballen eignen sich besonders für den LKW-Transport, weil die Ladefläche besser ausgenutzt wird. Aus Nordrhein-Westfalen wird auch viel Stroh in die Niederlande exportiert, wo es mit Pferdemist vermischt als Nährboden für Champignons genutzt wird.

Die 12 bis 15 Kilogramm schweren kastenförmigen Kleinballen sind leichter zu transportieren und vor allem bei Pferde- und Kleintierhaltern besonders beliebt. Ackerbaubetriebe verwenden das geerntete Stroh auch gern zur Düngung. Hierfür wird das zerkleinerte Stroh breitflächig auf dem Feld verteilt und anschließend mit dem Boden vermischt. Durch die Strohdüngung führt der Landwirt dem Boden organische Substanz und die darin enthaltenen Nährstoffe zu. So verbessert sich die Struktur des Bodens. Außerdem wird die Erosionsgefahr vermindert, was dem Umweltschutz dient.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 14.08.2013


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