Getreideernte besser als erwartet

1. September 2012 | 10:00 JT Nachrichten

Die deutsche Getreideernte wird – einschließlich Körnermais – insgesamt rund 44,7 Millionen Tonnen erreichen. Das Ergebnis von 2011 wird damit um 6,7 Prozent übertroffen. Das langjährige Mittel (2006 bis 2011: 45,7 Millionen Tonnen) wird somit nur knapp verfehlt. Dies ist das vorläufige Ergebnis der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) auf der Basis von repräsentativen Ertragsmessungen.

Im Durchschnitt aller Getreidearten erreicht der Hektarertrag nach den bisher vorliegenden Messungen 68,6 Dezitonnen und liegt damit um 6,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Auch das langjährige Mittel (67,4 Dezitonnen pro Hektar) wird überschritten. Regional gesehen ist die Ertragsentwicklung gegenüber 2011 im Norden und Osten günstiger verlaufen als in vielen Gebieten Süddeutschlands.

Die wichtigste Getreideart bleibt weiterhin Weizen. Davon wurden 22,5 Millionen Tonnen geerntet beziehungsweise 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei ansehnlichen Hektarerträgen des Winterweizens von 73,3 Dezitonnen pro Hektar ist die etwas niedrigere Erntemenge auf die geringere Fläche zurückzuführen. Die Roggenernte fällt 2012 mit 3,77 Millionen Tonnen reichlich aus. Sie liegt damit etwa 50 Prozent über dem langjährigen Mittel. Sehr unterschiedlich verlief hingegen die Entwicklung bei der Gerste. Während die Erzeugung von Wintergerste mit 7,1 Millionen Tonnen erheblich zurückging (Minus 22 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), konnte sie aufgrund der Flächenausdehnung bei der Sommergerste, die größtenteils als Braugerste verwendet wird, kräftig gesteigert werden (Plus 40 Prozent). Der Körnermais fand gute Wachstumsbedingungen vor; entsprechend sind die Ertragserwartungen für die Ernte im Herbst.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 31.08.2012


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