Gründe für den niedrigen Michpreis

31. Mai 2016 | 10:02 JT MärkteMilchviehPolitik

Grafik ©: JTG Agrar Service

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Die Gründe für die aktuelle Lage auf dem Milchmarkt sind vielfältig, hier die hauptsächlichen Gründe:

  • Hohes Angebot an Rohmilch
    Mit dem Ende Mengenbeschränkung, der EU-Milchquote, kann von den Bauern so viel wie möglich produzieren werden
  • Schwache internationale Nachfrage an Milchprodukten
    Die Nachfrage nach deutschen Milchprodukten sind z. B. in China und auch in anderen Ländern gesunken, besonders in den Ländern die stark vom Ölexport abhängig sind
  • Politische Bremsen
    Auf Grund der EU Sanktionen wegen der Ukraine-Kriese hat Russland ein Importverbot für Agrarprodukte aus der EU verhängt. Also kein Export von Milchprodukten aus der EU nach Russland
  • Der Preisdruck des Handels
    Durch die große Menge an Rohmilch sinkt der Weltmarktpreis, darauf reagieren die Lebensmittelketten, sie drücken die Preis bei den Molkereien, die dann den Landwirten weniger je Litter Rohmilch zahlen können

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Eine Antwort zu “Gründe für den niedrigen Michpreis”

  • barbara2 sagt:

    Was da noch fehlt: Hohe Milchmengen in Australien und der Türkei und der Mangel an Voraussicht und Anpassung der Molkereien in der EU an das Ende der Milchquote. Das Ende der Milchquote war ja lange bekannt. Bei der Zuckerquote ging es einige Jahre früher ähnlich mit dem Unterschied, dass die Zuckerindustrie frühzeitig Anpassungen vorgenommen hat und heute im Agrar Europe Newsletter die Meldung kam, das Zucker in der EU im kommenden Wirtschaftsjahr (16/17) knapp wird. Damit dürften auch die Preise steigen. Dem Handel kann man keinen Vorwurf machen.


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