Gülleausbringung – wie funktioniert das überhaupt?

2. Februar 2017 | 12:43 JT BodenDüngenGülleUmweltVerbraucher

Foto ©: JTG Agrar Service

Neueste Technik sorgt für emissionsarme und optimale Gülleausbringung – Wenn die Böden befahrbar sind, bringen die Landwirte ab dem 1. Februar wieder Gülle, Wirtschaftsdünger, aus – zum Nachteil der Nasen der Bevölkerung.

Gülle ist ein Thema, das viele Verbraucher beschäftigt und bei dem oft zu wenig Klarheit herrscht. Sowohl Landwirte als auch Wissenschaft und Landmaschinenhersteller arbeiten ständig daran, die Gülleausbringung zu optimieren.

Gülle gehört in den Boden und nicht in die Luft. Mit der modernen Gülle-Ausbringung sollen nicht nur störende Gerüche vermieden, sondern auch klimaschädliche Stickstoffverluste minimiert werden. Hierbei muss der Landwirt auf die richtige Technik, die Witterung und eine schnelle Einarbeitung in den Boden achten.

Bezüglich der Technik hat man verschiedene Optionen. Ein Auslaufmodell ist die Ausbringung mit Breitverteiler. Hierbei wird die Gülle mit Hilfe von zum Beispiel Prallköpfen großflächig auf dem Boden verteilt und anschließend eingearbeitet. Eine andere Technik bieten Schleppschlauch und Schleppschuh, die die Gülle nah an die Pflanzenwurzeln bringen. Etwas neuerer und teurer sind das Schlitzverfahren und die Injektionstechnik. Hierbei wird die Gülle direkt in den Boden gebracht. Davon haben nicht nur die Pflanzen etwas, auch die Ammoniakverluste sind geringer. Beim ersteren Verfahren geschieht dies durch eine Scheibe, die den Boden vor der Gülleeinbringung „aufschneidet“ und beim zweiten durch eine direkte Einarbeitung in einem Arbeitsschritt.

Sowohl Landwirte und Hersteller als auch die Forschung sind bemüht, neue und bezahlbare Techniken zu entwickeln und einzusetzen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass technische Fortschritte bereits zu verzeichnen sind. Vielleicht sollte man dies ein wenig berücksichtigen, wenn einem mal wieder ein bisschen „Landluft“ um die Nase weht.

Weitere Informationen unter:

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV), 01.02.2017

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vor dem Absenden bitte das Ergebnis aus der Buchstaben- und Zahlenkombination in das Textfeld eintragen. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

*