Hofübergabe aus Frauensicht: Individuelle Beratungsangebote gefragt

5. November 2018 | 14:57 JT BetriebsführungZukunft

Vorne erste Reihe von rechts nach links: Christine Bühler, Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), Ulrike Graf-Rosenfellner, Mitarbeiterin deutscher Landfrauenverband.
Zweite Reihe v. r. n. l.: Hiltraud Neuhauser Erschbamer, Landesbäuerin Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO), Brigitte Scherb, Präsidentin Deutscher LandFrauenverband (dlv), Andrea Schwarzmann, Vorsitzende ARGE Österreichische Bäuerinnen.
Dritte Reihe v. r. n .l.: Colette Basler, Geschäftsführerin Schweiz, Verena Niederkofler SBO-Landessekretärin, Daniela Ruhe, Geschäftsführerin Deutschland, Annemarie Büchel, Präsidentin Verein Liechtensteiner Bäuerinnen.
Foto ©: Südtiroler Bäuerinnenorganisation

Die Bäuerinnen- und Land-Frauenverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Schweiz und Südtirol vertreten die Interessen der Bäuerinnen und LandFrauen im deutschsprachigen Raum. Deren Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen treffen sich jährlich zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das diesjährige Treffen zum Thema „Hofübergabe: Herausforderungen und Chancen aus LandFrauenperspektive“ fand von 28. bis 30. Oktober in Goslar statt.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen, dass die Hofübergabe als Zukunftsaufgabe auf den Höfen gesehen werden sollte, bei der alle Beteiligten an einen Tisch gehören. Je frühzeitiger die Generationen über Erwartungen und Vorstellungen sprechen, desto besser. Für Frauen, die auf einen Hof einheiraten, sind insbesondere Informations- und Beratungsangebote der eigenen Berufsverbände wichtig. „Wir müssen und wollen die jungen Frauen sensibilisieren. Gerade die Frauen tragen sehr viel zum Funktionieren der Betriebe bei. Wir wollen sie daher in ihrer Eigenverantwortung stärken und ermutigen,“ sagt Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer. Die verschiedenen Modelle in den Ländern wurden angeschaut und diskutiert. Einig waren sich die Präsidentinnen, dass Informationen und Aufklärung unerlässlich sind. Die Broschüre „Die Bäuerin am Hof. Ich weiß Bescheid“, herausgegeben von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation, gibt hier Bäuerinnen auch einen Überblick über die wichtigen Themen, über die die Frau Bescheid wissen sollte.

Frauen wissen oft zu wenig über ihre persönliche Situation als Partnerin des Betriebsinhabers oder als Betriebsinhaberin selbst. Ziel ist es, junge Frauen zu sensibilisieren, damit sie sich möglichst frühzeitig über ihre Absicherung im Alter informieren. Einerseits ist der gesetzliche Schutz der betrieblichen Einheit unerlässlich, um die Höfe zukunftsfähig zu halten. Andererseits ist es umso wichtiger, dass sich Frauen dessen bewusst sind und selbst rechtzeitig aktiv werden.

Quelle: Südtiroler Bäuerinnenorganisation, 05.11.2018

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