Imagekampagne für Fleisch und Tierhaltung

23. April 2016 | 10:59 JT EuropaLändlicher RaumMärkteOrganisationen/VerbändePolitikTierproduktionTierwohlVerbraucher

Foto ©: JTG Agrar Service

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Copa und Cogeca, die beiden großen landwirtschaftlichen Dachorganisationen in der Europäischen Union, starteten gestern eine groß angelegte Kampagne in Brüssel, um zu zeigen, in wie vielfältiger Weise Viehzucht in der EU und Fleisch gut für Wachstum und Arbeitsplätze, dynamische ländliche Gebiete und eine ausgewogene Ernährung sind und welche strengen Produktionsnormen Landwirte in der EU einhalten.

Copa-Präsident Martin Merrild sagte im Rahmen des Events: „Die ernährungsphysiologischen Vorteile des Verzehrs von Rindfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch, Lammfleisch, Geflügel und Eiern, Ziegenfleisch und Kaninchen sind mehr als offensichtlich – Fleisch bietet den Verbrauchern eine gute Eiweißquelle für ihre Ernährung.

Für die Wirtschaft der ländlichen Gebiete der EU, in denen oft keine alternativen Beschäftigungsquellen bestehen, ist Viehhaltung essenziell. Aber wir stehen zunehmenden Herausforderungen gegenüber, da die Warenpreise auf einem historischen Tiefststand angelangt sind und die Betriebsmittelkosten steigen.

Die EU beschleunigt auch die Freihandelsgespräche mit dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur. Diese werden allen Erwartungen nach die europäische Landwirtschaft und insbesondere den Rindfleischsektor schwer in Mitleidenschaft ziehen. Importe aus diesen Ländern halten nicht die hohen EU-Standards in Sachen Umweltschutz, Tiergesundheit und Tierschutz ein.

Mit dieser zwei Jahre dauernden Kampagne soll für unsere hohen EU Produktionsnormen
sensibilisiert werden. Zudem möchten wir so die zahlreichen positiven
Auswirkungen der EU-Viehzucht auf Wachstum, Beschäftigung und die Umwelt hervorheben.
Wir werden auch mit einigen Vorurteilen aufräumen und dank neuer, einfach zuzubereitender Rezepte darlegen, welche ernährungsphysiologischen Vorteile der Verzehr europäischen Fleischs hat.

Der stellvertretende Präsident von Cogeca, Thomas Memmert, wies auf die Vorteile hin, die landwirtschaftliche Genossenschaften ihren Landwirten mit Blick auf die Vergemeinschaftung ihrer Ressourcen, die Erwirtschaftung eines besseren Preises für ihre Erzeugnisse und die Entwicklung einer besseren Nutzung der Nährstoffe aus Gülle bieten.
Der Fleischsektor ist Teil der EU-Strategie zur Bioökonomie. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften beraten ihre Mitglieder auch zu der Frage, wie diese ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung verbessern können, und erarbeiten Aktionspläne zur Optimierung der Produktionsnormen.

Angesichts des durch einige wenige Einzelhändler auf die Landwirte ausgeübten Drucks betonte er, wie wichtig die Bekämpfung unlauterer Praktiken in der Lebensmittelkette sei, damit Landwirte einen besseren Erlös für ihre Erzeugnisse erwirtschaften können.

Während des Auftaktevents wurden neue Dokumente veröffentlicht, welche die Vorteile des europäischen Rind- und Schweinefleischsektors schlaglichtartig beleuchten. Es wurden auch neue von den europäischen Landwirten und ihren Genossenschaften erarbeitete Initiativen für die Gewährleistung einer noch umweltfreundlicheren Wirtschaft und eines bestandsfähigeren Sektors aufgezeigt. So trägt der Rindfleischsektor beispielsweise zum Erhalt von Dauergrünland bei, was die Wahrung eines hohen Maßes an Biodiversität ermöglicht.

Im Schweinefleischsektor stellen Copa & Cogeca gemeinsam mit führenden europäischen Gruppierungen aus den Bereichen Land- und Lebensmittelwirtschaft, Tiermedizin, Straßenverkehr und Tierschutz freiwillige Initiativen zur Gewährleistung noch höherer Tierschutzstandards zusammen.

Quelle: Copa & Cogeca, 21.04.2016


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