Kaufanleitung: gebrauchte Traktoren richtig durchchecken

13. Juli 2016 | 14:11 JT GastbeitragMaschinenSponsored PostWerbung

Foto ©: Agriaffaires

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Das Angebot an gebrauchten Traktoren im Internet ist unüberschaubar groß. Auf diversen spezialisierten Plattformen und allgemeinen Kleinanzeigenmarktplätzen können Landwirte Traktoren aller Marken, aller Größen und für alle Einsatzgebiete finden. Die Anschaffung eines gebrauchten Traktors ist vor allem preislich interessant. Gebrauchtmaschinen sind wesentlich günstiger als neues Material und dabei genauso funktionsfähig, denn gut gepflegte und gewartete Traktoren können oft jahrzehntelang im Einsatz sein.

Doch genau da liegt der entscheidende Punkt: wer sich für einen gebrauchten Traktor entscheidet, muss sich darauf verlassen können, dass das angebotene Fahrzeug in gutem Zustand und der Verkäufer seriös ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich gut vorbereiten, bei der Besichtigung des Schleppers die richtigen Fragen stellen und sich nicht scheuen, die Maschine selbst zu testen und zu untersuchen.

An dieser Stelle sei betont, dass eine persönliche Besichtigung unumgänglich ist, um sich von der Qualität der Maschine zu überzeugen. Selbst bei seriös wirkenden Anzeigen sollte man sich nicht auf die Aussagen des Verkäufers am Telefon oder per Email verlassen. Um die Angaben des Verkäufers bezüglich des Maschinenzustandes zu überprüfen, lassen Sie sich von ihm alle Rechnungen und anderen Belege von Reparaturen und Wartungen an dem Traktor vorlegen. Damit kann nachgewiesen werden, dass alle technischen Kontrollen ordnungsgemäß durchgeführt wurden und dass es sich nicht um einen gestohlenen Traktor handelt. Denn wäre der Verkäufer nicht der rechtmäßige Besitzer des Schleppers, so könnte er die Papiere nicht liefern. Wurde der Traktor regelmäßig gewartet und beispielsweise Ölwechsel in gleichmäßigen Intervallen durchgeführt, so ist das ein Hinweis auf gute Instandhaltung.

Foto ©: Agriaffaires

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Bei der Besichtigung sollte man zuallererst auf einen gepflegten Gesamteindruck des Schleppers achten. Ist der Trecker total verdreckt, sind eventuelle Schäden nicht sichtbar. Eine genauere Betrachtung lohnt sich in diesem Falle.

Beim Einsteigen in die Kabine kann man weitere wertvolle Informationen über den Zustand des Traktors gewinnen. Man sollte unbedingt Probe sitzen, um sicherzugehen, dass der Sitz nicht zu verschlissen ist und dass man sich auf diesem auch nach längerem Sitzen noch wohlfühlt. Anschließend ist es empfehlenswert, die Steuerelektronik des Schleppers daraufhin zu testen, ob Defekte vorliegen. Ist der Traktor mit einem Display ausgestattet, so können Fehlermeldungen auch gleich darauf angezeigt werden, was Zeit spart und dem Käufer Sicherheit gibt. Wenn die Klimaanlage nicht kurz nach dem Starten kühle Luft liefert, sollte man sich erkundigen, ob es ein Problem mit dem Kompressor gibt oder ob einfach nur Kältemittel nachgefüllt werden muss.

Hat man die Kabine ausreichend inspiziert, kann die Probefahrt beginnen. Dabei kann der Käufer feststellen, ob der Motor einen Schaden hat. Ungewöhnliche Geräusche oder verstärkter Abgasausstoß können Hinweise darauf sein. Wer einige technische Kentnisse hat, kann auch einen Blick unter die Motorhaube werfen, um zu sehen, in welchem Zustand sich das Herzstück seines zukünftigen Schleppers befindet.

Um die Kupplung zu testen, gibt es einen ganz einfachen Trick: man muss einfach Kupplung und Bremse treten und einen großen Gang einlegen. Wenn der Motor nicht ausgeht, wenn man die Kupplung kommen lässt, ist sie verschlissen.

Foto ©: Agriaffaires

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Böse Überraschungen kann man auch bei den Reifen erleben. Zwar wird der Abnutzungsgrad meistens schon in den Online-Anzeigen angegeben, doch sollte man sich nicht davor scheuen, diesen bei der Besichtigung selbst zu kontrollieren. Falls der Verkäufer seine Angaben geschönt hat und der Reifenwechsel kurz bevorsteht, ist das noch ein beachtliches zusätzliches Budget, das eingeplant werden muss. Auch die Abnutzung der Reifen kann interessante Informationen liefern: sind die Reifen auf einer Seite stärker abgenutzt als auf der anderen, ist dies ein Hinweis auf ein Problem mit der Vorderachse.

Um einen guten gebrauchten Traktor zu finden, der bei all diesen Tests gut abschneidet, sollte man sich auf spezialisierten Landmaschinenportalen wie Agriaffaires umsehen. Die dort veröffentlichten Anzeigen sowie die Identität des Verkäufers werden vor Veröffentlichung von einem Moderationsteam überprüft, um etwaigen Betrügern das Handwerk zu legen. Außerdem kann man sich auf solchen Portalen einen guten Überblick über die Marktsituation verschaffen. Da auf Kleinanzeigenportalen für die Landwirtschaft tausende von Maschinen von verschiedenen Händlern und Landwirten angeboten werden, kann man sich dort gut über den Durchschnittspreis für einen Traktor eines bestimmten Herstellers und eines Baujahrs informieren. So können Sie den Preis für das von Ihnen gewählte Modell mit fundierten Argumenten aushandeln.

Wer all dies beachtet und sich nicht entmutigen lässt, wenn es mit dem Kauf nicht gleich beim ersten Mal klappt, der hat gute Chancen, im Internet ein Schnäppchen zu machen und wird die Wahl eines Gebrauchttraktors nicht bereuen.


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