Kühe hüten per Smartphone

14. November 2014 | 16:56 JT NachrichtenOrganisationen/VerbändeRinderTiere

Foto ©: JTG Agrar Service

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Auszeichnung des Projekts „GPS-Weidemanagementsystem“ auf der EuroTier 2014 in Hannover

Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014 ist das Institut für Landtechnik und Tierhaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising für sein „GPS-Weidemanagementsystem“ heute als einer von 100 Preisträgern geehrt worden. Zum Thema „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“ liefert das Projekt in der Kategorie Wissenschaft eine Antwort auf die Frage, wie Almen effizienter und effektiver bewirtschaftet werden können. Das Handy gibt Alarm: Eine Kuh hat sich von der Alm zu weit entfernt oder verlaufen. Um das zu bemerken, müssen Hirten regelmäßig die Herde kontrollieren. Ist ein Tier verschwunden, heißt es suchen. Das kostet Zeit. Das „GPS-Weidemanagementsystem“ für Smartphones, dass die LfL in Freising zusammen mit der Blaupunkt Telematics GmbH als Industriepartner entwickelt, soll Hirten die Arbeit erleichtern und damit die Zukunft der Almbewirtschaftung sichern: Jede Kuh bekommt einen Sender und ist damit sofort zu orten. Doch damit nicht genug: Künftig soll das System auch Hinweise auf Über- oder Unterbeweidung geben oder melden, wenn Tiere in Gefahr, krank oder paarungsbereit sind.

Das Ziel des Projekts ist es, bis Frühling 2016 ein marktfähiges Ortungssystem für Tiere, die unter alpinen Bedingungen oder auf großen Weiden gehalten werden, zu entwickeln und zu erproben. Das Projekt wird auf verschiedenen Almen und Alpen entlang der bayerischen Alpen vom Allgäu bis ins Chiemgau und auch auf einer Tiroler Alm in der Nähe des Achensees durchgeführt. Die Entwicklungsarbeit wäre ohne die Mithilfe der beteiligten Landwirten und Hirten nicht möglich.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), 11.11.2014


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