Landwirtschaftliche Wassernutzung

21. März 2017 | 18:34 JT Organisationen/VerbändeWasser

Foto ©: JTG Agrar Service

Die Landwirtschaft in Deutschland nutzt überwiegend das so genannte „grüne Wasser“, d.h. das natürliche Regenwasser. Lediglich 1,3 Prozent des Verbrauchs von Grund-, Oberflächen- und Quellwasser entfällt auf die Land- und Forstwirtschaft. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März hin.

Landwirtschaft in Deutschland nutzt hauptsächlich Regenwasser

Eine DBV-Broschüre zur Wassernutzung in der Landwirtschaft unterstreicht damit die Nachhaltige Verwendung von Wasser für die Lebensmittelerzeugung in Deutschland. Während in anderen, klimatisch weniger begünstigten Weltregionen Landwirtschaft ohne Bewässerung nicht möglich ist, befindet sich Deutschland an einem Gunststandort, der mit seinen natürlichen Niederschlägen eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung ermöglicht. Der landwirtschaftliche Anbau in Deutschland ist im Gegensatz zu anderen Weltregionen nur in geringem Umfang auf Wasserentnahme aus Flüssen, Seen oder sich nur sehr langsam wieder auffüllenden unterirdischen Wasserspeichern angewiesen. Dies verpflichtet zu einer produktiven Nutzung der natürlichen Ressource Wasser am Standort Deutschland, so die Einschätzung des DBV.

Bauernverband legt Broschüre zur landwirtschaftlichen Wassernutzung vor

Aus der weltweit unterschiedlich verfügbaren Menge an Wasser in Verbindung mit dem internationalen Handel von Agrargütern ergeben sich nach Berechnungen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ehebliche Effizienzeffekte. Beispielsweise sparen nach diesen Berechnungen das von Wasserknappheit betroffene Nordafrika und der Mittlere Osten durch den Import von Nahrungsmitteln Wasser im Gegenwert von 2,2 Mrd. US-Dollar ein. Global summieren sich die positiven Nettohandelseffekte auf 2,4 Mrd. US-Dollar. Der DBV konstatiert: „Die Nutzung natürlicher Standortvorteile hat positive Auswirkungen auf die Ökobilanz und die Nachhaltigkeit im internationalen Warenaustausch“.

Quelle: Deutscher Bauernveband (DBV), 21.03.2017


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