Milch von 3,7 Millionen deutschen Kühen unter Kontrolle

14. Dezember 2015 | 10:23 JT MilchviehNahrungsmittelOrganisationen/VerbändeStatistik

Foto ©: JTG Agrar Service

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Die monatlichen Erhebungen im Rahmen der Milchleistungsprüfung (MLP) werden immer wichtiger für betriebliche Management- entscheidungen. Im letzten Prüfungsjahr waren 87 % aller Milchkühe in Deutschland diesem Kontrollsystem angeschlossen und haben neben der Feststellung ihrer Leistungsparameter ein monatliches Gesundheitsmonitoring durchlaufen.

Obwohl der Strukturwandel bei den Milch-erzeugerbetrieben erneut mit einem Minus von 4 % an Tempo gewonnen hat, blieb die Zahl der geprüften Kühe konstant.

Die mittlere Herdengröße der 49.500 geprüften Betriebe stieg somit auf nunmehr 76 Kühe (Tabellen 1 und 2). Die deutschen Milcherzeuger setzen also gerade in Krisenzeiten vermehrt auf objektive Daten für ihr Herdenmanagement.

Tabelle 1 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Tabelle 1 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Neben der Milchleistung, die im Vergleich zum Vorjahr mit nahezu konstanter Fett- und Eiweißmenge um + 72 kg moderat auf 8.453 kg Milch angestiegen ist, ist die Gesundheit der Herde entscheidend für ein erfolgreiches Betriebsergebnis. Gesunde Tiere sind die Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft und die beste Motivation für die tägliche herausfordernde Arbeit der Landwirte. Die DLQ-Mitglieder engagieren sich deshalb mit Maßnahmen und Projekten, welche die Milcherzeuger in ihrem stetigen Streben nach einem gesunden Tierbestand unterstützen. Jüngstes Beispiel dafür ist milchQplus, ein deutschlandweites Programm zur Verbesserung der Eutergesundheit, das neue Kennzahlen für das betriebliche Eutergesundheitsmanagement auf die Betriebe bringt.

Tabelle 2 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Tabelle 2 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Einen Einblick in die aktuelle Eutergesundheitssituation auf den Betrieben liefert Tabelle 3. Die Verteilung der Einzelproben auf Zellklassen zeigt, dass über 75 % einen Zellgehalt von unter 200.000. Zellen/ml aufweisen, im internationalen Vergleich ein gutes Ergebnis. Nichtsdestotrotz gibt es auf vielen Betrieben noch Optimierungspotential. Genau hier setzt milchQplus an, welches im Sinne eines Frühwarnsystems einen Orientierungswert von 100.000 Zellen/ml zugrunde legt, um die Dynamik der Eutergesundheit rechtzeitig zu beurteilen, denn Vorbeugen ist die beste Medizin.

Tabelle 3 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Tabelle 3 ©: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V.

Quelle: Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V., 10.12.2015


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