Milchbauern fordern konkrete Ergebnisse vom Milchgipfel

26. Mai 2016 | 14:15 JT MärkteMilchviehOrganisationen/VerbändePolitikSPD

Udo Folgart, Vizepräsident des DBV Foto ©: Oliver Lang / SPD Brandenburg

Udo Folgart, Vizepräsident des DBV / MdL Brandenburg / SPD
Foto ©: Oliver Lang / SPD Brandenburg

Vom Milchgipfel erwarten unsere Milchbauern konkrete und sofort wirksame Unterstützung. Gefordert sind Lösungen und Ergebnisse; Marktpartner und Politik dürfen sich nicht hinter Problembeschreibungen verschanzen, sondern müssen einen echten Beitrag zur Überwindung der Krise liefern. Auch werden wir sicher keine sinnlosen Debatten über planwirtschaftliche Maßnahmen führen.“ Diese Erwartungen sprach der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Milchbauernpräsident, Udo Folgart, vor Journalisten in Berlin im Vorfeld des Milchgipfels aus.

DBV-Vizepräsident Folgart nimmt Politik und Marktpartner in die Verantwortung

Der Bauernverband habe konkrete Vorschläge zur Überwindung der anhaltenden Krise auf dem Milchmarkt vorgelegt. Jetzt müssten Molkereien, Lebensmitteleinzelhandel und Bundesregierung zeigen, dass sie zur heimischen Landwirtschaft stehen und die Bekenntnisse zur Nachhaltigkeit ernst zu nehmen seien, forderte Folgart.

 DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken betonte, dass Angebot und Nachfrage nur zwischen einzelnen Molkereien und ihren Landwirten gesteuert werden können. „Nur an dieser Stelle kann auf wechselnde Nachfragesituationen marktgerecht reagiert werden.“ Zudem müsse der Lebensmitteleinzelhandel auf dem Milchgipfel zeigen, was ihm die heimische Landwirtschaft und die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion wert sei. „Wir erwarten Unterstützung für die Milchbauern statt fortgesetzte Preisdrückerei im Einkauf“, forderte Krüsken. Der Lebensmitteleinzelhandel könne den Beweis erbringen, dass er mit seinen Milchpreisen nicht die Existenz der Bauern zerstöre. Der wirtschaftliche Druck sei zwischen Molkereien, dem Lebensmitteleinzelhandel und den Milcherzeugern äußerst ungleich verteilt.

Quelle: Deutscher Bauernveband (DBV), 26.05.2016


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