Motor nicht abgestellt – Schwerer Unfall durch Heuwender

14. Juli 2015 | 18:50 JT ArbeitssicherheitBetriebGras/HeuMaschinenMitarbeiterNachrichten

Foto ©: JTG Agrar Service

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Ein schwerer Unfall ereignete sich vor einiger Zeit in Schleswig-Holstein als ein
Landwirt auf dem Feld seinen Schlepper verließ, um am Heuwender abgebrochene
Zinken auszuwechseln.

Der Landwirt schaltete lediglich den Zapfwellenantrieb mit dem Ausrückhebel für die Zapfwellenkupplung aus. Der Motor lief weiter, der Vorwahlhebel für die Zapfwellendrehzahl wurde nicht in die Neutralposition gestellt. Während sich der Landwirt im Einzugsbereich der Kreiselzinken befand, rückte aufgrund eines technischen Defektes der durch die starke Federkraft der Zapfwellenkupplung belastete Ausrückhebel wieder ein. Dadurch lief der Heuwender ruckartig an und die rotierenden Zinkenarme fügten dem Landwirt schwere Verletzungen an Kopf und Rücken zu.

Die Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz sind eindeutig: Vor dem Beheben
von Störungen oder bei Wartungs- und Reparaturarbeiten ist der Gesamtantrieb
des technischen Arbeitsmittels – also der Motor – abzuschalten. Sollte ein Defekt
an Stellteilen – wie hier am Ausrückhebel – erkannt werden, darf die Maschine
erst wieder benutzt werden, wenn der Fehler behoben ist.

Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter mindestens einmal jährlich unterweisen, auch zu
Arbeiten an Maschinen. Die Durchführung sollte man sich schriftlich bestätigen lassen.

Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), 14.07.2015


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