Pachtpreise um 19% gestiegen

25. Juli 2017 | 20:29 JT AckerbauBetriebStatistik

Foto ©: JTG Agrar Service

Etwa drei von vier landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland haben im Jahr 2016 Flächen gepachtet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016 weiter mitteilt, bezahlten die Landwirte durchschnittlich 288 Euro Jahrespachtentgelt je Hektar.

Die durchschnittlichen Jahrespachtentgelte für landwirtschaftlich genutzte Flächen sind seit 2013 um 19% gestiegen.

Die größten Preissteigerungen gab es in:

  • Niedersachsen mit + 22%
  • Mecklenburg-Vorpommern mit + 21%
  • Sachsen-Anhalt mit + 20%

Quelle: Statistisches Bundesamt (DESTATIS), 25.07.2017

 

Eine Antwort zu “Pachtpreise um 19% gestiegen”

  • JT sagt:

    Pressemitteilung des DBV zum Thema:

    DBV sieht Flächenverbrauch als wichtigsten Grund des Preisanstiegs

    Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht in den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Entwicklungen zu den Eigentums- und Pachtverhältnissen in der deutschen Landwirtschaft die Bestätigung, dass die anhaltende Verknappung landwirtschaftlicher Flächen der wichtigste Treiber für den kontinuierlichen Anstieg der Pacht- und Bodenpreise ist.

    Die Pachtausgaben der Landwirte haben sich mit 2,8 Mrd. Euro (2016) seit 1992 verdoppelt. Sie orientieren sich nach Ansicht des DBV vornehmlich an den Renditen und sind damit auf verbesserte Bodenfruchtbarkeit, höhere Erlöserwartungen, EEG-geförderte Biogasanlagen, Flächenknappheit durch Flächenverbrauch und Ausgleichsflächen sowie auf Notwendigkeiten zur Wirtschaftsdüngerverwertung zurückzuführen. Auch die Renditeerwartungen von außerlandwirtschaftlichen Investoren dürften eine Rolle gespielt haben. Der Einfluss landwirtschaftlicher Direktzahlungen und ein „Durchreichen“ an die Verpächter der Flächen spielt nur untergeordnet eine Rolle. Die landwirtschaftlichen Direktzahlungen betrugen 4,8 Mrd. Euro (2016) und sind im langjährigen Vergleich sogar rückläufig. Der stetige Anstieg der Pacht- und Bodenpreise hat sich gegenläufig und unabhängig davon entwickelt, erklärte der DBV.


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