Paradeiserverzehr weiter konstant

7. Juli 2015 | 15:02 JT GemüseNachrichtenNahrungsmittelPflanzenproduktionStatistik

Foto ©: https://www.lebensmittelfotos.com

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Die Tomate (Solanum lycopersicum), in Südtirol und in Österreichs auch Paradeiser genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Früher wurde sie als Liebesapfel oder Goldapfel bezeichnet, daher auch der italienische Name „pomodoro“. Den heute gebräuchlichen Namen „Tomate“ erhielt sie erst im 19. Jahrhundert.

Tomaten kommen ursprünglich aus den Anden in Südamerika. Ursprünglich waren die Früchte der Tomatenpflanzen nur etwa so groß wie Kirschen, doch schon die Mayas und die Azteken züchteten größere Früchte.
Im Jahr 1498 brachte dann Kolumbus die ersten Tomaten nach Europa. Die ersten Früchte hatten noch eine gelbe Schale. Im 16. Jahrhundert begannen dann die Italiener mit der Kultivierung der Tomatenpflanzen. Die ersten Tomaten in Deutschland wurden erst ca. 1890 angebaut.

Tomatenverzehr bleibt mit 25 Kilogramm konstant

Ob Tomatensaft, -mark oder in getrockneter Form: Mit 16,4 Kilogramm
pro Kopf liegt der Verzehr verarbeiteter Tomaten bei rund 66 Prozent.

Bei Frischware sind Fleischtomaten wieder mehr gefragt.
Tomaten sind wie in den Vorjahren das beliebteste Gemüse in Deutschland.
Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
(BLE) verzehrten die Deutschen sowohl im Wirtschaftsjahr 2012/13 als
auch 2013/14 pro Kopf 24,9 Kilogramm frische und verarbeitete Tomaten. Der
Pro Kopf-Verbrauch setzte sich 2013/14 aus 8,5 Kilogramm Frischware (34 Prozent)
und 16,4 Kilogramm Verarbeitungserzeugnissen (66 Prozent) zusammen.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum rund 1,7 Millionen Tonnen verarbeitete
Erzeugnisse (getrocknete Tomaten, Tomatenmark, Tomatensaft) eingeführt, davon
entfielen 1,3 Millionen Tonnen auf Tomatenmark.
Rund 645.000 Tonnen Tomaten aus EU-Ländern importiert
Um den Inlandsbedarf abzudecken, wurden nach vorläufigen Angaben im Kalenderjahr
2014 rund 701.000 Tonnen Tomaten nach Deutschland eingeführt.
Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Davon kamen 92 Prozent aus
EU-Mitgliedstaaten. Allen voran aus den Niederlanden mit mehr als 390.000
Tonnen und aus Spanien mit rund 164.000 Tonnen. Hauptlieferland außerhalb
der EU war Marokko mit nahezu 50.000 Tonnen und damit einem Anteil von
mehr als 87 Prozent an den Lieferungen aus Drittländern.
Bis zum vorliegen der endgültigen Außenhandelsdaten können sich die Werte
noch ändern. Die Zahlen beruhen auf der Außenhandelsstatistik vom Februar
2015.

Vom Strauch in den Mund: Naschware bei Kindern beliebt

„Seit einigen Jahren wird die Fleischtomate wiederentdeckt. Ihre großen, süßen
und geschmackvollen Früchte eignen sich für Salat oder als Brotbelag, vor allem
aber für selbstgemachte Suppen und Soßen. Die „Berner Rose“, das „Italienische
Ochsenherz“ oder „Olena Ukraina“ sind nur drei aus geschätzten 15.000 Sorten“,
erklärt Bio-Landwirt Christian Herb den Trend. Er baut in SchleswigHolstein
auf vier Hektar Bio-Tomaten an. Sein Betrieb zählt zu den Demonstrationsbetrieben
des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen
nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). „Bei Kindern sind derzeit besonders die
ein bis zwei Gramm schweren Johannisbeertomaten zum Naschen beliebt“, so
Herb weiter.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), 29.06.2015, Wikipediahttps://www.tomaten.de

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