Riesen-Bärenklau

25. April 2013 | 11:19 JT Nachrichten

Herkulesstauden jetzt bekämpfen

Der lange Winter ist endlich vorbei und die Natur sorgt für einen kräftigen und schnellen Austrieb der Herkulesstauden (Riesen-Bärenklau). Ihre große Blattmasse bildet die Pflanze Ende April bis Mai; im Juni schiebt sie den gewaltigen Blütenstängel drei bis vier Meter in die Höhe. Dann ist die Herkulesstaude zwar besonders gut zu erkennen, für eine sinnvolle Bekämpfung ist es aber schon recht spät, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Denn die alten Pflanzen sterben nach der Blüte ab, die Samen reifen sehr schnell und fallen aus. Eine geplante und effektive Bekämpfung muss also jetzt im Frühjahr beginnen und möglichst vor der Blüte Ende Juni abgeschlossen sein.

Der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer hat gemeinsam mit einigen Kommunen und Kreisen sowie dem Landesbetrieb Straßen NRW ein Informationsblatt zusammengestellt, das es im Internet unter www.pflanzenschutzdienst.de gibt. Sehr effektiv lassen sich Einzelpflanzen bis hin zu mittleren Beständen mit einem scharfen Spaten etwa 10 bis 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche ausstechen.

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, breitet sich seit Jahren immer stärker aus. Die Staude vermehrt sich durch 10 000 bis 50 000 Samen, die bis zu zehn Jahre keimfähig sind. Diese leichten und schwimmfähigen Samen werden besonders entlang der Gewässer mit den Überschwemmungsgebieten sowie durch Verwirbelung entlang der Straßen und Gleise verbreitet. Die Zunahme an Brachflächen, Uferrandstreifen und Industriebrachen fördert die Ausbreitung, wenn dort nicht konsequent die ersten Pflanzen bekämpft werden. Durch eine dichte Grasnarbe lassen sich die am Boden liegenden Samen   gut unterdrücken, weil sie für die Keimung Licht brauchen.

Neben der Verdrängung der heimischen Flora und Fauna sowie den Erosionsschäden an Gewässern sind die Herkulesstauden eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen.. Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen, sogenannte Furanocoumarine, die in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes zu schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen können. Die größte Gefährdung besteht 30 Minuten bis zwei Stunden nach Hautkontakt. Symptome wie Hautrötungen entstehen nach etwa 24 Stunden. Betroffene Stellen heilen erst nach Wochen ab; oft bleiben jahrelang Pigmentstörungen zurück. Daher muss bei der Bekämpfung der Herkulesstaude unbedingt auf den Körperschutz geachtet werden.
 
Weitere Informationen zur Bekämpfung der Herkulesstaude (Riesen-Bärenklau) sind hier zu finden.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 24.04.2013


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