Rinder sind keine Klimakiller

3. Dezember 2015 | 14:15 JT RinderTierproduktionUmwelt

Foto ©: JTG Agrar Service

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Beim UN-Klimagipfel in Paris stand die Reduzierung der Treibhausgase im Fokus. Dazu wird die Landwirtschaft, insbesondere die Rinderhaltung auf Grund des Methanausstoßes, dabei oft als einer der Hauptverursacher ausgemacht. Methan wird in der Regel bei vielen Fäulnisprozessen unter anaeroben Bedingungen entsteht.

Die wichtigsten Quellen für die Methanbildung sind Feuchtgebiete, Wälder, Termiten, Energieerzeugung, Mülldeponien, Reisanbau und die Verbrennung von Biomasse. Aber auch der Rinderhaltung wird ein Anteil zugeschrieben. Wie der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion unter Berufung auf „Nutztierpraxis aktuell“ weiter berichtete, haben Wissenschaftler des Oskar-Kellner-Instituts in Klimakammern Exaktmessungen durchgeführt und anhand von 1 500 Messwerten eine Schätzformel entwickelt, mit der sich die Beteiligung der rund 13 Mio. in Deutschland gehaltenen Rinder (1 % des Weltbestandes) an Treibhausgasen relativ genau berechnen lässt: sie beträgt nur 0,05 bis 0,07 %. Nach neuen Langzeitmessungen von US-Wissenschaftlern blieb die Methankonzentration der Atmosphäre während der vergangenen Jahrzehnte unverändert. Für die nördliche Hemisphäre wurde sogar eine leicht reduzierte Methanemission festgestellt. Da der Klimawandel nur duch einen Anstieg der Treibhausgase verursacht wird, der beim Methan nicht stattfindet, ist eine Beteiligung der Rinder durch produziertes Methan auszuschließen. Würde eine Weide nicht von Rindern abgegrast werden, würde übrigens Methan durch den Fäulnisprozess des Grases entstehen.

Landwirte spüren schon heute hautnah die Folgen der Erderwärmung. Es wird wärmer und trockener in Deutschland. Frühjahrshitze mit Temperaturen über 25°C etwa schade der Weizenblüte und senke den Ertrag. Kühe geben weniger Milch. Schädlinge und Pilze nehmen durch milde Winter zu. Andererseits macht eine längere Wachstumsperiode den Anbau von Hirse und Soja möglich und erhöhe den Ertrag etwa bei Zuckerrüben.

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV), 02.12.2015


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