Sichere Futtermittel – sichere Lebensmittel

29. August 2018 | 14:11 JT Futtermittel

Foto ©: JTG Agrar Service

Sichere Futtermittel sind die Basis für sichere Lebensmittel. Die zuverlässige Arbeit der Labore, die Futtermittel auf mögliche unerwünschte Stoffe analysieren, ist dabei ein wichtiger Baustein. Im QS-Laborkompetenztest stellen Labore, die im QS-Futtermittelmonitoring aktiv sind, die Qualität der Schadstoffanalysen unter Beweis. Die Ergebnisse des diesjährigen Laborkompetenztests liegen nun vor: der aktuelle Leistungsstand ist gut und belegt die Zuverlässigkeit der Analyseergebnisse.

Für uns ist der Laborkompetenztest ein wichtiges Instrument, um die Leistungsfähigkeit der Labore zu überprüfen. Für die Labore wiederum ist die Teilnahme eine Möglichkeit, eigene Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, betont QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff.

52 Labore aus sechs Ländern (Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Niederlande und Österreich) haben an dem diesjährigen Test teilgenommen. Ihnen war weder der zu prüfende Parameter noch das Probenmaterial oder das genaue Versanddatum bekannt. Die Aufgabe bestand darin, zwei Proben des Probenmaterials Maismehl auf dioxin-ähnliche Polychlorierte Biphenyle (PCB) zu untersuchen. Dabei wurden 15 Einzelwerte abgefragt – 12 Messwerte für den Parameter und drei Summenwerte. 41 Labore haben diese Herausforderung erfolgreich absolviert, darunter 29 absolut fehlerfrei. Acht Labore haben mindestens ein Kongener (Einzelverbindung) des Parameters nicht identifiziert, zwei haben zu viele Quantifizierungsfehler gemacht. Diese Labore müssen an ihrer Analytik arbeiten. Ein Labor hat keine Ergebnisse abgegeben.

Jedes Labor bekommt eine individuelle Rückmeldung und wird, je nach Testergebnis, aufgefordert, die zu ergreifenden Verbesserungsmaßnahmen zeitnah gegenüber QS darzulegen. In einem Laborleitertreffen im Herbst werden die Ergebnisse dann noch einmal gemeinsam erörtert.

Systematischer Aufbau des QS-Futtermittelmonitorings

Mit dem QS-Futtermittelmonitoring wird die Einhaltung von Grenz- und Richtwerten für unerwünschte Stoffe, wie beispielsweise Mykotoxine, Dioxine, Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle kontinuierlich überwacht. Spezifische Kontrollpläne, die risikoorientiert ausgerichtet sind, geben den Probenumfang und das Analysespektrum vor. Die Untersuchungen werden systematisch über das ganze Jahr verteilt. Alle Probedaten und Analyseergebnisse werden in der QS-Datenbank erfasst. QS geht in einigen Bereichen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So wurde beispielsweise mit dem vor fünf Jahren eingeführten Zusatzkontrollplans für Aflatoxin B1 in Mais sofort auf die alarmierenden Funde dieses Schimmelpilzgiftes in Futtermais reagiert. Seitdem muss aus bestimmten, als kritisch eingestuften Ländern jede Partie Mais (-erzeugnisse) beprobt werden – ein 100%-iges Monitoring.

Quelle: QS – Qualität und Sicherheit, 28.08.2018

 

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