SPD Positionspapier Agrar- und Ernährungswirtschaft

22. Februar 2017 | 12:42 JT Ländlicher RaumNahrungsmittelPolitikSPDZukunft

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Das SPD Netzwerk Agrar- und Ernährungswirtschaft positioniert sich zu den Herausforderungen der Landbewirtschaftung: „Die Art und Weise wie wir mit unseren Böden und unserer Kulturlandschaft umgehen, ist von entscheidender Bedeutung für Umwelt, Wasser und Klima. Wir tragen hier Verantwortung für die kommenden Generationen. Wir brauchen eine Landbewirtschaftung in ganz Deutschland, die der ressourcenschonenden und nachhaltigen Produktionsweise verpflichtet ist. Doch wir erkennen auch an, dass Landwirtinnen und Landwirte auch in Zukunft in erster Linie durch die Produktion von Lebensmitteln ihr Einkommen generieren werden und dazu beitragen, unsere vielfältigen Kulturlandschaften zu erhalten. Unser erklärtes Ziel ist es, die gesamte deutsche Landwirtschaft ökonomisch sowie ökologisch tragfähig und sozial gerecht aufzustellen“, unterstrich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

„Das SPD-Netzwerk „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ setzt sich für starke ländliche Räume eine nachhaltige Landbewirtschaftung ein, die wir intensiver miteinander verbinden müssen. Dabei dürfen der konventionelle und der ökologische Landbau nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das Netzwerk wird die Entwicklung der Landwirtschaftsbetriebe dabei auf Grundlage der gesellschaftlichen Erwartungen proaktiv und wissensbasiert begleiten“, ergänzte Dr. Karin Thissen, MdB, und Mitglied im Ausschuss für Agrar und Ernährung im Deutschen Bundestag.

Die zukünftige Agrarpolitik muss dabei auch die neuen politischen Rahmenbedingungen anerkennen: „Angesichts der aktuellen Lage in der Europäischen Union und des drohenden Brexits sind die Gelder für die europäische Landwirtschaft in Gefahr. Dies sollte uns eine Mahnung sein, unsere Subventionen zukünftig in einer Art und Weise zu verteilen, die der Gesellschaft und Umwelt zugutekommt. Dafür wird sich das Netzwerk „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ zukünftig stark machen“, hob Maria Noichl, Mitglied des Europäischen Parlaments, hervor. Dabei kommt einzelnen Landschaftselementen besondere Bedeutung zu: „So ist zum Beispiel Dauergrünland nicht nur ein wichtiger Landschaftsbestandteil, sondern auch ein essentieller CO2-Speicher, der es verdient von uns stärker in den Fokus genommen zu werden. Das Agrarnetzwerk will mit der Stärkung der Grünlandbewirtschaftung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Noichl weiter.

„Wir brauchen in der politischen Auseinandersetzung im Agrarbereich mehr Sachverstand und müssen die ideologischen Grabenkämpfe hinter uns lassen. Das heute veröffentlichte nunmehr dritte Positionspapier des Netzwerkes soll hierfür einen weiteren Beitrag leisten. Agrarpolitik ist in einer globalisierten Welt komplexer als Viele annehmen. Einfache Antworten gibt es nicht. Allerdings bietet das SPD-Netzwerk heute konkrete Lösungsmöglichkeiten für eine zukunftsfähige Landbewirtschaftung an. Ziel der nächsten Bundesregierung muss sein, dass wir nicht nur eine nationale Nutztierstrategie sondern auch endlich eine nationale Pflanzenbaustrategie entwickeln müssen. Wir brauchen klar definierte Ziele, wohin sich die deutsche Landwirtschaft entwickeln soll. Dies ist uns die jetzige Bundesregierung bisher schuldig geblieben“, sagte Dr. Wilhelm Priesmeier, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Quelle: SPD, 22.02.2017


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