Stabile Einkommen ermittelt

14. Dezember 2012 | 8:46 JT Nachrichten

Präsident des DBV, Joachim Rukwied, stellt Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2011/12 vor

DBV-Präsident Joachim Rukwied stellte
in Berlin den aktuellen Situationsbericht
seines Verbandes vor.
Foto: DBV

Leichte Einbußen bei Ackerbau- und Milchviehbetrieben und Verbesserungen in der Veredelung kennzeichnen das Wirtschaftsjahr 2011/2012 auf den heimischen Bauernhöfen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, seien die Einkommen der deutschen Bauern nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) trotz teilweise gestiegener Agrarpreise im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2011/2012 im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert geblieben.

Deutliche Unterschiede gibt es jedoch nach Betriebsformen und Regionen. Im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe betrug das Unternehmensergebnis 58 200 € je Betrieb beziehungsweise 39 700 € je Familienarbeitskraft.

Die Veredlungsbetriebe mit Schwerpunkt in der Schweinehaltung konnten ihr Ergebnis nach einer wirtschaftlichen Durststrecke deutlich verbessern. Mit 55 900 € haben sie aber immer noch ein unterdurchschnittliches Unternehmensergebnis erzielt. Dagegen konnten die Acker- und Milchbauern in 2011/2012 das Vorjahresniveau nicht wieder erreichen. Die Ackerbauern haben mit 62 700 € ein 12 % niedrigeres Unternehmensergebnis erzielt, die Milchbauern mit 62 100 € ein um 4 % niedrigeres. Höheren Erlösen standen durchweg stark gestiegene Kosten für wichtige Betriebsmittel gegenüber. Vor allem Futtermittel, Düngemittel sowie Treibstoff und Energie haben sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erheblich verteuert.

Wie der RLV weiter mitteilt, bestätigen die Zahlen des Bauernverbandes die Berechnungen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Danach erzielten die landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Nordrhein-Westfalen ein durchschnittliches Unternehmensergebnis von 63 740 €.

Das erwartete leichte Plus im Ackerbau hat sich nach Angaben der Landwirtschaftskammer nicht bestätigt. Der Gewinn fiel gegenüber dem sehr guten Vorjahr um 6 % niedriger aus. Trotz besserer Getreide-, Raps- und speziell höherer Zuckerrübenerlöse sorgte der Preiseinbruch bei Kartoffeln sowie höhere Düngemittel-, Saatgut- und Pflanzenschutzaufwendungen für den Rückgang auf allerdings immer noch 70 150 € Gewinn.

Die Milchviehbetriebe konnten einen Gewinnrückgang von rund 5 % nicht verhindern. Verantwortlich dafür ist ein erheblicher Anstieg der Ausgaben für Futter, Viehzukauf, Dünger und Diesel sowie für Lohnar­beiten.  Mit rund 65 600 € liegt der Gewinn 3 000 € (- 4,6 %) unter dem Vor­jahr.

Bei den Veredlungsbetrieben konnte die erwartete Einkommensverbesserung realisiert werden. Der Gewinnanstieg beträgt nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer nach dem katastrophalen Vorjahr vor­läufig knapp 62 %. Mit  64 300 € liegen diese Betriebe, die vorwiegend Schweine halten, immer noch am unteren Ende der Einkommensskala nach Betriebsformen.

Der ausführliche Situationsbericht des DBV ist online hier zu finden: Situationsbericht

Quelle: Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), 12.12.2012


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