Trichogramma vs. Maiszünsler

28. Juli 2016 | 12:14 JT MaisOrganisationen/VerbändePflanzenschutzVideo

Foto ©: Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK)

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DMK stellt neuen Film vor: Biologischer Pflanzenschutz im Mais 

Gegen den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft werden in der Öffentlichkeit häufig Bedenken geäußert. Doch welche anderen Möglichkeiten haben Landwirte, um im Mais gegen den bedeutendsten Schäd ling, den Maiszünsler, vorzugehen? Diese Frage hat sich auch das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) gestellt und liefert die Antwort in seinem neuen Film gleich mit: biologischer Pflanzenschutz mit Trichogramma, einer heimischen Schlupfwespe als kleiner Helfer mit großer Wirkung.

Trichogramma – Kleiner Helfer – großer Wirkung

Der Maiszünsler ist der bedeutendste Schädling im Mais. Seine Larven fressen sich durch die Maispflanzen und verursachen dabei große Schäden. Chemische flanzenschutzmittel mit inzwischen sehr gezielter und nützlingsschonender Wirkung können den Befall eindämmen; daneben ist Mais allerdings die einzige großflächig angebaute Ackerf rucht, in der mithilfe eines nur 0,5 mm großen Nützlings biologischer Pflanzenschutz möglich ist.
Die Trichogramma-Schlupfwespe legt ihre Eier in das Gelege des Zünslers, wodurch dieses abstirbt.

Foto ©: Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK)

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Das Verfahren ist schon seit vielen Jahren erprobt und im Einsatz, jedoch war die Ausbringung der Trichogrammen bisher sehr mühsam und erfolgte mittels kleiner Kärtchen, die einzeln an die Maispflanzen gehängt werden mussten. Doch eine neue Technik beschert den Trichogrammen Aufwind: Innerha lb von nur 5 Minuten können mithilfe eines Multikopters genug Trichogrammen ausgebracht werden, um 1 ha Mais zu behandeln. Mittlerweile werden so in Deutschland rund 35.000 ha Mais vor dem gefräßigen Schädling geschützt.

Das DMK beschreibt in seinem neuen Film nicht nur die Lebenszyklen der Maiszünsler und Trichogrammen, er führt auch vor, mit welchen Mitte ln die Eier der Nützlinge ins Feld gebracht werden können. Dank modernster Filmtechnik sind dabei nicht nur detailreiche Makroaufnahmen von den nur 0,5 mm Großen Trichogrammen entstanden, spektakulär ist es, auch den Einsatz eines Multikopters aus der Vogelperspektive zu verfolgen.

Quelle: Deutsches Maiskomitee e.V. (DMK), 08.2016


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