TV-Tipp: Armes Schwein?

26. Mai 2014 | 15:49 JT SchweineSchweinemastTierproduktionTV

  • Foto: NDR/Sven Jaax

    Foto: NDR/Sven Jaax

    Titel: Armes Schwein?

  • Datum: Dienstag, 26.05.2014
  • Sendezeit: 22:00 Uhr – 22:45 Uhr
  • Sender:  Norddeutscher Rundfunk (NDR)
  • Art: Dokumentation
  • Autoren: Sven Jaax, Sabine Reifenberg

 

 

 

Die Deutschen lieben Schweinefleisch. 2013 wurden fast 60 Millionen Tiere geschlachtet und verarbeitet. Gleichzeitig hat die Schweinehaltung einen miserablen Ruf, vor allem die konventionelle Massentierhaltung. Wie passt das zusammen?

„45 Min“ will wissen, ob es den Schweinen hierzulande wirklich elendig geht. Wenn Tausende Tiere auf einem Großbetrieb leben, müssen sie dann zwangsläufig leiden? Der Film folgt dem Lebensweg eines „ganz normalen“ Schweines, von der Besamung bis zu seiner Zerlegung nach der Schlachtung, und beantwortet die Frage, ob mit industrieller Tierhaltung gesundes Fleisch produziert werden kann.

Heinrich und Nadine H. sind stolz auf ihre Arbeit als Schweinehalter. Sie haben über 1.200 Sauen, ihr Betrieb gehört zu den großen Ferkelhöfen in Niedersachsen. Mit Hingabe kümmern sie sich um die Tiere im Stall: begrenzter Platz, kontrollierter Medikamenteneinsatz, kupierte Schwänze und geschliffene Ferkelzähne gehören für Familie Henke zu den notwendigen Kompromissen bei der Züchtung, um den enormen Bedarf an Schweinefleisch auf dem Markt zu decken. Sie haben keinen Zweifel daran, dass es ihren Tieren gut geht. Trotzdem werden die Ferkelzüchter immer wieder als Tierquäler angegriffen. Und bei jedem neuen Fleischskandal im Lande fühlen sie sich unter Generalverdacht.

Autor Sven Jaax zeigt im Film die Möglichkeiten, Mechanismen, Vorschriften und Zwänge, die den Alltag in der Schweinehaltungsbranche bestimmen, und deren Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Recherche führt ihn zu einem Schweinemäster mit 4.000 Tieren, auf Schlachthöfe und in die großen deutschen Discounter, die mit ständigem Preisdruck das wirtschaftliche Überleben der Landwirte torpedieren.

Es kommen Anhänger wie Kritiker einer industriellen Landwirtschaft zu Wort. Besonders umstritten sind Änderungen im Schlachtablauf: bei der Fleischuntersuchung sollen Tiere nicht mehr routinemäßig mit dem Messer angeschnitten werden, damit Risiken für die menschliche Gesundheit entdeckt werden können.


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