TV-Tipp: Der Kuhflüsterer

24. März 2014 | 8:52 JT TiereTV

  • Titel: Der Kuhflüsterer
  • Datum: Dienstag, 25.03.2014
  • Sendezeit: 18:15 Uhr – 18:45 Uhr
  • Sender:  Norddeutscher Rundfunk (NDR)
  • Art: Dokumentation
  • Autoren: Kati Grüning, Christina Walther

Wie Rinder lammfromm werden

Philipp Wenz, der Kuhflüsterer Foto: NDR

Philipp Wenz, der Kuhflüsterer
Foto: NDR

Schnaubend stehen fünfzig junge Kühe auf einer Weide um den Mann mit der roten Mütze herum. Bis auf einen Meter haben sich die Färsen an ihn herangewagt. Eine gefährliche Situation. Die jungen Tiere sind zwar nur neugierig, aber wenn er jetzt eine falsche Bewegung macht, können sie in Panik geraten und ihn umrennen.

Die Besitzerin der Färsen, eine Landwirtin aus Rethwisch bei Bad Doberan, hat den „Kuhflüsterer“ Philipp Wenz zur Beratung gerufen. Insgesamt 2.000 Tiere stehen bei ihr im Stall und auf den Weiden – da kann es gefährlich werden, wenn sie nicht richtig mit den Tieren umgeht.

Die Bäuerin muss lernen, die Kühe zu verstehen – und dafür braucht sie keine Worte, denn Rindviecher kommunizieren per Körpersprache. Der „Kuhflüsterer“ nutzt diesen Ansatz. „Low stress stockmanship“ heißt die Methode, die Philipp Wenz in den USA gelernt hat und die darauf abzielt, langfristig und stressfrei mit Herdentieren zu arbeiten. Auch bei den Tieren der Landwirtin funktioniert das. Bereits nach einer halben Stunde lassen die Färsen sich ruhig über die Weide treiben.

Training mit jungen Färsen Foto: NDR

Training mit jungen Färsen
Foto: NDR

Mittlerweile ist der „Kuhflüsterer“ aus Mecklenburg-Vorpommern in ganz Deutschland gefragt. Auch ein Landwirt aus Brandenburg ruft ihn zur Hilfe. Er hat große Probleme mit seinen Rindern. Die Tiere sind nicht mehr zu bändigen und reagieren panisch auf Menschen. Für den Landwirt ist der Besuch des Kuhflüsterers die letzte Hoffnung. Gehen die Tiere heute wieder durch, wird er sie verkaufen. Schon der Gang zu den Tieren auf die Weide ist nicht ungefährlich. Sie reagieren nervös. Doch was der Landwirt nicht zu träumen gewagt hatte, passiert: Nach einigen Stunden Training mit dem „Kuhflüsterer“ beruhigen sich die Rinder und gehen schließlich friedlich und von ganz alleine in den Stall.

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