TV-Tipp: Die Kürbis-Flatrate

2. Dezember 2016 | 8:53 JT BetriebsführungTerminTierwohlTVUmweltVerbraucherVermarktungZukunft

  • Die robusten Bentheimer Schweine, eine alte Nutztierrasse, gehören zum Konzept der Solidarischen Landwirtschaft auf dem Lindenhof in Gelsenkirchen. Foto ©: ZDF/Michael Wiedemann

    Die robusten Bentheimer Schweine, eine alte Nutztierrasse, gehören zum Konzept der Solidarischen Landwirtschaft auf dem Lindenhof in Gelsenkirchen. Foto ©: ZDF/Michael Wiedemann

    Titel: Die Kürbis-Flatrate – Wie eine alte Idee die Landwirtschaft belebt

  • Datum: Sonntag, 04.12.2016
  • Sendezeit: von 16:30 Uhr – bis 17:00 Uhr
  • Sender: ZDF
  • Format: planet e
  • Art: Dokumentation
  • Autorin: Volker Angres

Milch zu billig, Äcker zu giftig, Betriebe zu unwirtschaftlich: Die konventionelle Landwirtschaft steckt tief in der Krise. Gesucht: neue Konzepte für Deutschlands Bauern.

Immer größere Agrarkonzerne, immer mehr Pestizide auf den Äckern, immer niedrigere Preise wie bei der Milch: Immer mehr Höfe müssen aufgeben im Kampf um immer größere Mengen und stetig fallende Preise. Eine Lösung aus Brüssel ist nicht in Sicht.

Doch seit geraumer Zeit schlägt hierzulande eine alte Idee neue Wurzeln. Eine Idee, die vielleicht Rettung vor allem für die kleinbäuerliche Landwirtschaft bedeuten könnte: die solidarische Landwirtschaft. Ein Konzept der 1960er Jahre, ursprünglich aus Japan und später den USA, das Verbraucher und Bauer auf lokaler Ebene direkt miteinander kooperieren lässt. Städter schließen eine Art Pakt mit den Bauern: „Wir finanzieren Dir alle Deine Betriebsausgaben und Du gibst uns direkt alle Deine Produkte.“

Die solidarische Landwirtschaft ist eine Win-win-Situation: Die Kunden wissen genau, woher ihr Fleisch oder Gemüse stammt und wie die Lebensmittel produziert wurden. Und der Bauer muss sich keine Sorgen machen, wie er seine Produkte verkauft. Faires Einkommen ist garantiert.

„planet e.“ porträtiert einen kleinen bäuerlichen Familienbetrieb in Gelsenkirchen, der erst seit Anfang des Jahres „Solidarische Landwirtschaft“ betreibt und damit rund 100 „Mitbauern“ aus dem Gelsenkirchener Raum mit Gemüse, Obst und Fleisch versorgt.

Wie funktioniert das, wenn Obst und Gemüse keinen eigenen Preis mehr haben, sondern es nur noch „Ernteanteile“ gibt? Wer trägt das Risiko, wenn Salat und Früh-Gemüse der Witterung zum Opfer fallen? Wie verändert sich die Arbeit, oder gar das ganze Leben des Bauern durch die Tatsache, dass eigentlich Fremde jetzt mitreden, wenn es um Gemüse, Salat oder Schlachtvieh geht? Wie wandelt sich die Einstellung der „Städter“ gegenüber den Lebensmitteln, die sie bislang nur fein säuberlich aufgereiht aus der Gemüseabteilung, oder anonym abgepackt aus dem Fleisch-Kühlregal ihres Supermarktes kannten?

Vor allem: Wie weit reicht die Solidarität mit dem Bauern, wenn es um unentgeltliche Arbeitshilfe oder gar höhere Jahresbeiträge geht?


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