TV-Tipp: Giganten im Kornfeld

1. Oktober 2013 | 12:01 JT MaschinenTerminTV

  • Datum: Donnerstag, 03.10.2013
  • Sendezeit: 10:40 Uhr – 12:10 Uhr
  • Sender: RBB

Von der Sense zum Mähdrescher – Die Geschichte des Mähens

Der Film zeigt die Technikgeschichte von der Sense bis zum riesigen GPS-gesteuerten modernen Mähdrescher und erzählt, wie sich das Leben der Menschen verändert hat. Noch vor gut hundert Jahren war alles Handarbeit. Heute ziehen die Giganten einsam oder als Mähdrescherballett durchs Kornfeld, und der Fahrer bedient mit sauberen Händen das Computermenü und den Joystick – eine faszinierende Entwicklung, die der Film lebendig werden lässt.

„Das ist mein Goldstück“, erzählt Franz Ketelaars aus dem hessischen Viernheim mit leuchtenden Augen und schaut auf seinen leuchtend gelben Lanz Mähdrescher 18 S, Baujahr 1957. Dann führt er seinen Oldtimer voller Begeisterung vor. Stolze Leistung des „Goldstücks“: 18 Doppelzentner in der Stunde. Leuchtende Augen hat auch Lars Fliege, der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Pfiffelbach in Thüringen, wenn er vom „Spielzeug für große Jungs“ schwärmt. Der Chef über achtzig Mitarbeiter und 5.000 Hektar lässt sich nicht lange bitten und steigt in seinen 500-PS-Giganten Lexion 580. Modernster Maschinenpark, ausgefeilte Logistik und täglich 2.000 Tonnen Getreide in einem Arbeitsgang geerntet und gedroschen – so sieht landwirtschaftlicher Alltag heute immer öfter aus. Der Film „Giganten im Kornfeld“ zeigt die Technikgeschichte von der Sense bis zum riesigen, GPS-gesteuerten modernen Mähdrescher und erzählt, wie sich das Leben der Menschen immer wieder verändert hat. Die Dokumentation schlägt den Bogen von damals bis heute. Ob auf dem historischen Erntetag im südhessischen Bürstadt oder im badischen Dühren, überall zeigen begeisterte Fans alter Landmaschinen die Getreideernte von anno dazumal, holen ihre Oldtimer aus den Schuppen und erzählen, wie das war, als der erste Mähdrescher ins Dorf kam, oder welches der begehrteste Job an der Dreschmaschine war. Autorin Gabriele Holzner ist in Ost- und Westdeutschland unterwegs, in Betrieben und auf Bauernhöfen, hat in den Archiven einige Schätze gefunden, die neben dem gönnerhaften Gutsbesitzer auch die volkseigenen Triumphe der DDR-Zeit und die jüngsten internationalen Entwicklungen berücksichtigen.


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