TV-Tipp`s: Schöner Mist und von Kühen und Bauern

31. März 2015 | 8:21 JT TV

  • Foto  ©: WDR/Bettina Fürst Fastré/Paul Eckenroth/mauritius images/dpa

    Foto ©: WDR/Bettina Fürst Fastré/Paul Eckenroth/mauritius images/dpa

    Titel: Von Kühen und Bauern – 7 Dinge, die Sie wissen sollten!

  • Datum: Dienstag. 31.03.2015
  • Sendezeit: 21:00 Uhr – bis 21:45 Uhr
  • Sender: WDR
  • Art: Reportage
  • Autoren: Ralph Caspers

Vor etwa einem Jahr wehte eine Art Shitstorm – oder besser „Güllestorm“ über die Quarks-Redaktion. Grund war das Thema einer Sendung: Die Kuh.

Kühe? Sind das nicht diese hübsch gefleckten Rindviecher, von denen wir Milch und Fleisch bekommen? Ja. Aber es sind vor allem NUTZtiere und genau wie bei Schweinen oder Hühnern steht ihre Haltung und Nutzung unter Beobachtung und in der Kritik. Auch die Quarks-Sendung hatte kritisiert. Damit waren viele Landwirte nicht einverstanden und haben protestiert. Zu Recht?

Nun gibt es wieder eine Sendung über Kühe, in der „Quarks Caspers“ besonders auf ihre Halter blickt: Die Bauern. Für die sind die Zeiten gerade jetzt besonders hart: Am 1. April wird die Milchquote abgeschafft. Schon jetzt fürchten kleinere Betriebe, dass vor allem die großen Milchkonzerne profitieren. Ralph Caspers hat 7 Dinge, die man wissen sollte, wenn man mitreden will bei der Frage: Kann der Spagat zwischen kuhgerechter Haltung und einträglichem Wirtschaften gelingen? Und: Welche Rolle spielen die Verbraucher bei dieser Frage?

  • Die Kuh Hilde macht Alex zu schaffen. Er hat sich den Traum vom eigenen Bauernhof erfüllt, aber keine Ahnung von der Landwirtschaft. Foto ©: ZDF/Iris Bettray

    Die Kuh Hilde macht Alex zu schaffen. Er hat sich den Traum vom eigenen Bauernhof erfüllt, aber keine Ahnung von der Landwirtschaft.
    Foto ©: ZDF/Iris Bettray

    Titel: Schöner Mist! – Der Traum vom eigenen Bauernhof

  • Datum: Dienstag, 31.03.2015
  • Sendezeit: 22:15 Uhr – 23:00 Uhr
  • Sender: ZDF
  • Art: Dokumentation
  • Autoren: Iris Bettray

Elvira und Alex haben sich einen 300 Jahre alten Bauernhof im Südschwarzwald gekauft. Sie haben keinerlei Erfahrung mit Landwirtschaft. „37°“ begleitet das Paar durch das erste Jahr.

Elvira und Alex kannten sich erst eineinhalb Jahren, als sie für 240 000 Euro ein zwölf Hektar großes Land kauften. Dabei haben sie das Versprechen gegeben, den Hof zu bewirtschaften. Alex ist 40, Informatiker, Elvira, ist 38.

Es ist für beide ein radikaler Neuanfang. Der Traum vom eigenen Hof, wie werden Alex und Elvira ihn im ersten Jahr umsetzen? Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, müssen die Neu-Bauern lernen, denn das Abenteuer, Bauer zu werden, ist eine riesige Herausforderung.

Sechs Hühner, vier Kühe, drei Katzen und der altersschwache Hund Timi bilden zusammen mit Alex und Elvira die Hofgemeinschaft. Doch die soll noch wachsen. In Zukunft wollen sie sich selbst versorgen und weitere Mitbewohner für den Hof gewinnen, die ebenso im Einklang mit Natur und Umwelt leben möchten, vor allem auch mit anpacken können. Denn die riesigen Felder und Waldflächen, die Tiere, Ställe, Obst-Bäume und Gemüse-Beete können die beiden nicht allein bewirtschaften.

Hinzu kommt: Traktoren und Maschinen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand, und das große Bauernhaus aus dem Jahr 1780 ist stark renovierungsbedürftig. Heizung und Elektrik, vor allem der Dachstuhl und die Kellerbalken, brauchen teure Reparaturen.

Dazu ist der unerfahrene Bauer mit den Alltags-Problemen des Hofes konfrontiert: Was tun, wenn die Kuh lahmt? Wie zähmt man den aggressiven Hahn, wie fällt man die Bäume? Wann wird Heu gemacht, und was passiert, wenn die Kuh einen Kaiserschnitt braucht?

Die erfahrenen Landwirte im Dorf beäugen das Paar anfänglich skeptisch. Doch zu dem hilfsbereiten Nachbarn Rolf entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.

Ständig gibt es neue Herausforderungen: Die Kuh „Wilde Hilde“ macht Kummer, weil sie aggressiv ist. Alex entscheidet, dass sie geschlachtet werden soll. Doch am Ende des Jahres wird das Bauern-Paar mehr Kühe und Kälbchen haben als je gedacht.

Elvira durchwacht manche Nacht auf dem Stroh im Stall. Elviras Mutter ist überrascht, wie ihre Tochter zur Landwirtin mutiert. Pflanzen, jäten, ernten, kochen, einmachen, das alles ist neu im Leben der Lehrerin, die vorher die ganze Welt bereist hat. Nun bestimmen Kartoffeln, Brokkoli, Sellerie, Kürbis und alle erdenklichen Kohlarten ihr Leben.

Doch es bleibt auch Zeit für Romantik: Das Paar will heiraten, und Elvira bereitet gegen Alex‘ Willen eine herrliche Bauernhochzeit vor. Ausgerechnet am Tag der Hochzeit kalbt die Kuh.

Nach einem Jahr auf dem Hof wiegt Alex 20 Kilogramm weniger. „Etwas für die Landschaft zu tun, für die Tiere, für die Umwelt, anderen zu helfen, ja, das macht Sinn. Viele Dinge habe ich nicht mehr, die ich auch nicht gebraucht habe, und das ist unglaublich befreiend“, resümiert Alex nach einem Jahr.


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