Umsetzung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen

4. April 2018 | 13:34 JT AckerbauNaturschutzUmwelt

Grafik ©: DLG Merkblatt 431

Neues DLG-Merkblatt informiert Landwirte detailliert über die wichtigsten Aspekte zur erfolgreichen praktischen Umsetzung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen sowie deren Nutzen und Kosten.

Der DLG-Ausschuss für Ackerbau und die DLG-Arbeitsgruppe Nachhaltige Landwirtschaft haben unter Mitwirkung von Prof. Dr. Sabine Tischew und Sandra Mann vom Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung der Hochschule Anhalt in Bernburg ein Merkblatt mit Maßnahmen herausgegeben, die die Artenvielfalt und die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen deutlich erhöhen.

Die Autoren erklären im Merkblatt, wie durch die sinnvolle Eingliederung dieser Maßnahmen in die landwirtschaftliche Produktion neue Habitate für Insekten, Vögel und Wildtiere geschaffen und eine bessere Vernetzung der Lebensräume erreicht werden können. Die wichtigsten Punkte zur Anlage und Pflege werden ausführlich und praxisnah dargestellt, damit die Umsetzung erfolgreich gelingt. Erfahrungsberichte sowie eine Aufstellung über Fördermöglichkeiten und ein Überblick über weitere Möglichkeiten im Haus-, Hof- und Flurbereich sollen Landwirte bei der Entscheidung für geeignete Maßnahmen im eigenen Betrieb unterstützen.

Landwirtschaft kann einen großen Teil dazu beitragen, den Rückgang der Arten- und Biotopvielfalt in der offenen Kulturlandschaft aufzuhalten und eine Trendwende herbeizuführen. Dabei kann sie sich die positiven ökologischen Funktionen, wie Bestäuberleistung, Schädlingsregulation und Erosionsschutz zunutze machen, ebenso wie die positiven Effekte auf das öffentliche Ansehen durch blühende Landschaften, an denen sich die Bevölkerung erfreut.

Quelle: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e. V. (DLG), 04.04.2018

 


Was ist Biodiversität und was gehört alles dazu?

Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens.

Die Vielfalt des Lebens lässt sich auf drei Ebenen beschreiben:

  • Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Wasser, Wald, Alpiner Raum)
  • Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen)
  • Vielfalt der Gene (Rassen oder Sorten von wildlebenden und genutzten Arten)

Als vierte Ebene steht die funktionale Biodiversität, also die Vielfalt der Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen den anderen drei Ebenen.

 


Foto/Collage ©: JTG Agrar Service

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