Weltweite professionelle Landwirtschaft nötig

25. Januar 2018 | 12:56 JT Organisationen/VerbändePersonenZukunft

Theo de Jager, Präsident des Weltbauernverbandes (WFO)
Foto ©: WFO

„Wir brauchen weltweit eine effiziente, professionelle Landwirtschaft, um Hunger und Armut zu bekämpfen und aktiv Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben.“ Dies erklärte der Präsident des Weltbauernverbandes WFO, Theo de Jager, im Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

„Landwirte müssen ihre Zukunft selbst gestalten“

De Jager, der in Südafrika einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet, unterstrich die Notwendigkeit, Kenntnisse und Erfahrungen über moderne Landwirtschaft intensiver zu vermitteln. „Landwirte müssen von Landwirten lernen. Dies ist der vielversprechende und erfolgreichste Weg, Fortschritte in der Landwirtschaft zu erhalten. Mein Traum ist, dass die Landwirte ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen“, erklärte de Jager. Vorbildlich für Afrika und Asien sei die Weiterbildung von Junglandwirten/innen in Deutschland wie der Top Kurs, wo landwirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Expertise vermittelt werden.

Der Weltbauernpräsident sieht in starken, unabhängigen Interessensverbänden und Vermarktungsorganisationen wie Genossenschaften den Schlüssel zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern. Es müsse Landwirten gelingen, ihre eigenen Interessen politisch besser durchzusetzen, sich unternehmerisch zu entwickeln und auch Investitionen in die Entwicklung der Betriebe finanzieren zu können. Auch würde der Landwirtschaft in vielen Entwicklungsländern der freie Zugang zu Krediten und vor allem zu Boden fehlen. So sei es nicht verwunderlich, dass bei der Jugend in Afrika die Landwirtschaft trotz hoher Arbeitslosigkeit kein gutes Image genieße, da sie den Beruf mit Armut verbinde.

Quelle: Deutscher Bauernveband (DBV), 23.01.2018


Foto/Collage ©: JTG Agrar Service

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Kommentare sind derzeit geschlossen.

Eine Antwort zu “Weltweite professionelle Landwirtschaft nötig”

  • Klaus Tessmann sagt:

    Hunger und Armut auf der Welt sind kein wirtschaftliches oder organisatorisches Problem, sondern ein POLITISCHES! An dieser Feststellung hat sich bis heute nichts geändert. Und es wird zunehmend schlimmer.