Wohin mit leeren Pflanzenschutzmittelverpackungen?

28. September 2015 | 13:53 JT BetriebGesellenjahrOrganisationen/VerbändePflanzenschutz

Foto ©: JTG Agrar Service

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Auf dem Hof werden immer wieder Pflanzenschutzmittel (PSM), die ja zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung und zum Schutz der Pflanzen ausgebracht werden, benötigt. Sie sind dazu bestimmt

  • Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen oder ihrer Einwirkung vorzubeugen (z. B. Insektizide, Rodentizide)
  • in einer anderen Weise als ein Wirkstoff die Lebenswege von Pflanzen zu beeinflussen (z. B. Wachstumsregulatoren)
  • Pflanzenerzeugnisse zu konservieren (Saatgut- / Vorratsschutzmittel)
  • unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu vernichten oder ein unerwünschtes Wachstum von Pflanzen zu hemmen oder einem solchen Wachstum vorzubeugen (Herbizide)

Durch die Nutzung der Pflanzenschutzmittel fallen immer wieder eine Menge leere Verpackungen an. Um diese Umweltgerecht zu entsorgen gibt es das Packmittel-Rücknahme Agrar (PAMIRA) System, es dient der sicheren und umweltgerechten Entsorgung leerer Pflanzenschutzmittelverpackungen. Landwirte sammeln die angefallenen Verpackungen und geben sie an festgelegten Terminen einmal jährlich kostenfrei an einer der bundesweit rund 300 Sammelstellen ab. Nach Kontrolle, dass die Annahmebedingungen erfüllt sind, werden die Verpackungen angenommen, verpresst und stofflich oder energetisch verwertet: zum Beispiel in einem Recyclingbetrieb, der sie zu Kunststoffendprodukten weiterverarbeitet, beispielsweise Kunststoffummantelungen für Erdrohre.

Grafik ©: PAMIRA

Grafik ©: PAMIRA

PAMIRA ist ein freiwilliges Rücknahmesystem, das Anfang der 1990er Jahre von den im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) zusammengeschlossenen Herstellern von Pflanzenschutzmitteln und dem Handel entwickelt wurde und seit 1996 bundesweit erfolgreich praktiziert wird. Heute werden über PAMIRA rund drei Viertel aller leeren Pflanzenschutzmittel-Verpackungen kontrolliert und sicher entsorgt. Neben der thermischen Verwertung geht der Großteil des zerkleinerten Verpackungsgranulats ins werkstoffliche Recycling, primär zur Herstellung von Kabelschutzrohren.

 


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