Zwei Gläser pro Kopf

30. Juni 2016 | 20:11 JT BienenVerbraucher

Foto ©: JTG Agrar Service

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Ob im Tee, auf dem Brot oder pur zum Naschen: 2015 aßen die Deutschen durchschnittlich 1,1 Kilogramm Honig pro Kopf. Dies zeigt die aktuelle Versorgungsbilanz der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Seit 2008 konsumieren die Deutschen jährlich zwischen 960 Gramm und 1,1 Kilogramm Honig pro Person. Das entspricht ungefähr zwei 500g-Gläsern reinem Honig. Bundesweit lag der Verbrauch 2015 bei rund 90.000 Tonnen, rund 23.000 Tonnen davon haben einheimische Bienen erzeugt. 90.300 Tonnen wurden importiert, davon die Hälfte aus Mexiko, der Ukraine und China. Ein Bienenvolk produzierte 2015 im Schnitt 30,3 Kilogramm des süßen Naturprodukts – seit 2008 ein leicht überdurchschnittlicher Ertrag.

Honig oder Zucker – Was macht’s aus?

Ist Honig gesünder als Zucker? Die Antwort lautet: Minimal. Honig hat fast genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker. Die enthaltenen Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen sind gering. Je naturbelassener das „flüssige Gold“ ist, desto reicher ist es auch an wertvollen Inhaltsstoffen und Aromen. Kontrolliert hergestellter deutscher Honig ist erkennbar am Siegel des Deutschen Imkerbundes. Eine Bio-Auslobung garantiert zusätzlich, dass der Honig nach den EU-weit gültigen Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau erzeugt wurde.

Rund 700.000 Bienenvölker in Deutschland

Seit 2008 liegt die Zahl der beim Deutschen Imkerbund gemeldeten Bienenvölker zwischen 685.000 und 772.000. Das „Urban Bee Keeping“ auf Balkon oder im Garten liegt im Trend und fördert bei artgerechter Haltung die Vermehrung der für das Ökosystem wichtigen Bestäuber. Dennoch müssen die Bienenvölker aktiv geschützt werden, da ihre Populationen empfindlich auf Parasiten wie die Varroamilbe reagieren. Viele Forschungsprojekte zur Früherkennung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten sowie die aktuelle Initiative „Bienen füttern“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) tragen dazu bei.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), 29.06.2016


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